Neues Programm

Millionen für die Gemütlichkeit: So will Aiwanger die bayrische Dorf-Wirtschaft retten

Politischer Gillamoos - Freie Wähler
+
Hubert Aiwanger mit Mass - hier beim Politischen Gillamoos 2017.

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger will Bayerns Dorfgasthäuser retten. Dafür macht er Millionenbeträge aus dem Staatshaushalt locker.

München - Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) möchte Gastwirte dabei unterstützen, ihre Räume in einem funktionsfähigen Zustand zu erhalten. Dafür hat er ein Gaststättenmodernisierungsprogramm - so der offizielle Titel - ins Leben gerufen. Wirte und Verpächter können sich laut einer Mitteilung des bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie dafür bewerben und Geld erhalten, wenn sie ihre Gaststätten sanieren oder modernisieren wollen.

Die ganze Sache hat allerdings mehrere Haken. Zum einen müssen mindestens 20.000 Euro investiert werden, um von dem Fördersatz von bis zu 40 Prozent zu profitieren, wie es in der Mitteilung heißt. Zum anderen sind Gasthäuser in Städten mit über 100.000 Einwohnern von dem Förderprogramm ausgeschlossen.

Aktion gegen Wirtshaussterben auf dem Land

Das Programm richtet sich also speziell an kleinere Orte. Dies begründet Hubert Aiwanger damit, dass das Gastgewerbe vor allem in ländlichen Regionen den Menschen eine attraktive Arbeit gebe und wesentlicher Baustein funktionsfähiger touristischer Strukturen sei. Allerdings wird es immer schwieriger, auf dem Land ein Gasthaus zu führen.

Angela Inselkammer, Präsidentin des bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes Dehoga Bayern, hat den Anstoß für dieses Förderprogramm gegeben und ist von dessen Bedeutsamkeit für das bayerische Gastgewerbe überzeugt: „Eine Investition und damit ein qualitativer Sprung aus eigener Kraft ist für die meisten gastgewerblichen Betriebe im ländlichen Raum aufgrund der anhaltend niedrigen Jahresumsätze nicht möglich. Dieses Programm ist für unsere Wirtshäuser eine Initialzündung, die es den Wirten erlaubt, in die Zukunft ihres Betriebes zu investieren.“

Hubert Aiwanger bestätigt großes Interesse

Interessenten können sich seit etwa zwei Wochen bereits über die Möglichkeiten des Programms im Internet informieren. Und tun dies offenbar auch mit großem Einsatz. „Das bisherige Interesse ist überwältigend“, sagt Minister Hubert Aiwanger. Das Programm ist am 17. Mai, um 10 Uhr, nun offiziell gestartet, sodass Anträge eingereicht werden können. 30 Millionen Euro Budget stehen insgesamt zur Verfügung.

In einer Rede erklärte Aiwanger, er würde sich wünschen, dass Bürger in Deutschland ein Messer mit sich führen dürfen sollten - von der politischen Konkurrenz hagelte es nach dieser Forderung heftige Kritik.

ksl

Das könnte Sie auch interessieren

Meist Gelesen

Proteste gegen Junta in Myanmar gehen unvermindert weiter

Die brutale Gewalt gegen Demonstranten in Myanmar eskaliert immer mehr. Doch die Protest gegen die Militärs gehen unvermindert weiter. China ruft nun alle Beteiligten …
Proteste gegen Junta in Myanmar gehen unvermindert weiter

CDU-Politiker Löbel stolpert über Maskenaffäre

Die Firma des CDU-Bundestagsabgeordneten Nikolas Löbel hatte Corona-Masken zwischen Herstellern und Firmen unter anderem aus seinem Wahlkreis vermittelt - und kräftig …
CDU-Politiker Löbel stolpert über Maskenaffäre

Sommer-Urlaub trotz Corona? Merkel-Vertrauter mit überraschender Prognose - „Ich bin mir ziemlich sicher ...“

Oster-Urlaub? Eher schwierig. Doch Helge Braun zufolge könnte der Sommer „ziemlich normal“ werden. Doch für die Normalität in allen Bereichen, müssen Bedingungen erfüllt …
Sommer-Urlaub trotz Corona? Merkel-Vertrauter mit überraschender Prognose - „Ich bin mir ziemlich sicher ...“

Merkel gegen Niedriglohn für Frauen

Geringere Löhne, drastischere Folgen der Pandemie: Bundeskanzlerin Merkel sieht die Frauen im Land im Nachteil. Bei Hunderttausenden fiel in den vergangenen Monaten der …
Merkel gegen Niedriglohn für Frauen

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.