„Made in Germany“ bedroht

Alexander Dobrindt greift deutsche Autobauer heftig an

Alexander Dobrindt
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Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt.

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) hat die deutsche Automobilbranche heftig angegriffen. Die Verantwortlichen müssten „ihrer verdammten Verantwortung“ endlich gerecht werden. 

München - Vor dem Diesel-Gipfel der Bundesregierung hat Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) die deutschen Autobauer aufgefordert, ihrer "verdammten Verantwortung" gerecht zu werden und Fehler zu beheben. "Die Autoindustrie hat sich in richtig schweres Fahrwasser gebracht", sagte Dobrindt der "Bild am Sonntag". "Es droht auch ein Schaden für die Marke 'Automobil made in Germany'. Das empfinde ich als furchtbar", sagte der Minister.

"Die Automobilindustrie hat hier eine verdammte Verantwortung, das Vertrauen wieder herzustellen und die begangenen Fehler zu beheben", sagte Dobrindt. Die Krise sei für den Wirtschaftsstandort Deutschland zu einer schweren Belastung geworden.

Gericht ebnet Weg für Diesel-Fahrverbote in Innenstädten

"Für mich ist klar: Alle Vorgänge von Manipulationen werden vollumfänglich aufgeklärt", sagte Dobrindt. Manipulierte Fahrzeuge müssten in einen ordnungsgemäßen Zustand gebracht werden. Illegales Verhalten werde das Verkehrsministerium nicht tolerieren. Die Autoindustrie müsse mehr Dynamik bei Innovationen der Antriebstechniken an den Tag legen. Der Diesel-Gipfel kommende Woche biete die Chance, Ökologie und Mobilität näher zusammen zu bringen und eine Perspektive für die Zukunft zu geben, sagte der Minister.

Das Stuttgarter Verwaltungsgericht hatte am Freitag den Weg für Diesel-Fahrverbote in Innenstädten geebnet. Dies sei im Fall älterer Dieselautos die beste Lösung zur Senkung gesundheitsschädlicher Abgase, urteilte das Gericht. In Stuttgart und zahlreichen anderen deutschen Städten werden die Emissions-Grenzwerte deutlich überschritten. Beim Diesel-Gipfel am kommenden Mittwoch hofft die deutsche Automobilindustrie, die drohenden Diesel-Fahrverbote noch abzuwenden.

dpa

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