Pandemie

Amsterdam: 61 Passagiere aus Südafrika mit Corona infiziert

Passagiere
+
Die Passagiere der Flugzeuge aus Kapstadt mussten mehrere Stunden auf dem Rollfeld des Amsterdamer Flughafens Schipol warten, bis spezielle Tests wegen der neuen Variante durchgeführt werden konnten.

In zwei Passagiermaschinen aus Kapstadt kommen rund 600 Menschen nach Amsterdam. Viele von ihnen sind mit Corona infiziert. Ob sich darunter auch die Virusvariante Omikron befindet, wird derzeit geprüft.

Den Haag - Dutzende aus Südafrika in Amsterdam gelandete Passagiere sind nach Einschätzung niederländischer Behörden mit dem Coronavirus infiziert.

Es sei allerdings noch nicht geklärt, ob es sich dabei um die neue Virusvariante B.1.1.529 handele, zitierte die Zeitung „De Telegraaf“ in der Nacht zu Samstag die Gesundheitsbehörden. Das sollten Folgeuntersuchungen des Erasmus Medical Centre in Rotterdam zeigen. Am Freitagvormittag waren zwei Flugzeuge der Gesellschaft KLM mit rund 600 Menschen an Bord auf dem Airport Schipohl gelandet. Die Maschinen waren in Kapstadt und Johannesburg gestartet.

Man fürchtet rund 85 Fälle

Ein Sprecher des Gesundheitsamt sagte der Zeitung zufolge, es lägen mittlerweile 110 Ergebnisse vor. Davon seien 15 Ergebnisse positiv und 95 Ergebnisse negativ. Auf der Grundlage dieser Ergebnisse werde eine Rate von 13,6 Prozent angenommen. Das bedeute, dass man mit 85 positiven Fällen rechnen müsse.

Die infizierten Personen würden in einem bewachten Isolationshotel untergebracht, hieß es weiter. Wer ein negatives Testergebnis erhalte, dürfe den Flughafen verlassen, müsse aber fünf Tage lang in häusliche Quarantäne und sich nach fünf Tagen erneut testen lassen. Reisende mit einem positiven Testergebnis würden mindestens sieben Tage in dem Hotel bleiben, wenn sie Beschwerden hätten, und fünf Tage, wenn sie keine Beschwerden hätten.

Letzte Flüge vor dem Landeverbot

Wie andere Länder auch hatten die Niederlande wegen des Aufkommens der neuen Virusvariante ein Landeverbot für Flüge aus dem südlichen Afrika verhängen. Dieses galt ab Freitag, 12.00 Uhr. Passagiere, die aus der Region noch unterwegs waren, mussten sich nach Ankunft auf dem Amsterdamer Flughafen Schiphol testen lassen und anschließend in Quarantäne begeben. Auch Deutschland und andere EU-Länder wie Dänemark, und Italien hatten Reisebeschränkungen verhängt.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte die Variante B.1.1.529 am Freitag als „besorgniserregend“ eingestuft. Experten befürchten, dass die vielen Mutationen der Variante dazu führen, dass sich der Erreger schneller ausbreitet oder die Impfstoffe ihre Schutzwirkung verlieren. Am Freitag wurde ein erster Fall in Belgien gemeldet. dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Meist Gelesen

Corona-Gipfel: Für Lauterbach wäre Lockerung „fatal“ - Chef des Expertenrats gibt offenbar Empfehlung ab
Politik

Corona-Gipfel: Für Lauterbach wäre Lockerung „fatal“ - Chef des Expertenrats gibt offenbar Empfehlung ab

Deutschland steht vor dem nächsten Corona-Gipfel. Die Bund-Länder-Runde will trotz Omikron über mögliche Lockerungen beraten. Die Impfpflicht im Pflegesektor wackelt. …
Corona-Gipfel: Für Lauterbach wäre Lockerung „fatal“ - Chef des Expertenrats gibt offenbar Empfehlung ab
Corona verschärft Personalmangel in Kliniken
Politik

Corona verschärft Personalmangel in Kliniken

Pflegepersonal wird deutschlandweit händeringend gesucht. Nun kommt die Impfpflicht im Gesundheitswesen - verschärft sie das Problem? Die Kliniken sind besorgt.
Corona verschärft Personalmangel in Kliniken
Vor Corona-Gipfel: Expertenrat gibt überraschende Empfehlung ab
Politik

Vor Corona-Gipfel: Expertenrat gibt überraschende Empfehlung ab

Am Montag findet erneut ein Corona-Gipfel statt: Was bei den Bund-Länder-Beratungen auf der Agenda steht.
Vor Corona-Gipfel: Expertenrat gibt überraschende Empfehlung ab
Polizei gegen Schleuserbanden: Boote in Deutschland besorgt
Politik

Polizei gegen Schleuserbanden: Boote in Deutschland besorgt

Sie kommen aus dem Irak, aus Syrien, dem Iran, Afghanistan oder Eritrea - mit dem Ziel Großbritannien. Die Überfahrt ist lebensgefährlich. Beschafft werden die Boote oft …
Polizei gegen Schleuserbanden: Boote in Deutschland besorgt

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.