Schützen beobachtet

Angriff auf Militärparade im Iran: Zahl der Todesopfer steigt weiter - IS bekennt sich

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Mitglieder der iranischen Revolutionsgarden tragen einen verwundeten Kameraden.

Iranische Revolutionsgarden halten eine Militärparade ab. Dann fallen Schüsse aus einem benachbarten Park, mehrere Menschen sterben. Der IS bekennt sich zu dem Anschlag.

Update, 22 September, 16.07 Uhr: Laut dem iranischen Staatsfernsehen geht man inzwischen von 29 Toten und 57 Verwundeten aus, die Opfer des Anschlags auf die Militärparade in der iranischen Stadt Ahwas wurden. 

Unter den toten "Märtyrern" seien auch Frauen und Kinder, meldete die amtliche Nachrichtenagentur Irna. Die Zahl der Toten könne weiter ansteigen, da viele der Verletzten in Lebensgefahr schwebten. Ein Sprecher der Streitkräfte erklärte, ein Mädchen sei getötet worden, ebenso wie ein Veteran im Rollstuhl.

Der Vize-Gouverneur der Provinz Chusestan, Ali-Hossein Hosseinsadeh, sagte der halbamtlichen Nachrichtenagentur Isna, unter den Toten sei auch ein Journalist.

Update, 22. September, 14.11 Uhr: Die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) hat sich zu dem Angriff auf eine Militärparade im Iran mit mindestens 24 Toten bekannt. Dies meldete das IS-Sprachrohr Amaq am Samstag. Bei dem Angriff in der Stadt Ahwas im Südwesten des Landes waren zudem mehr als 50 Menschen verletzt worden, als vier Angreifer laut staatlichen Medien in die Menge schossen.

Anschläge der sunnitischen IS-Miliz sind im schiitischen Iran eher selten. Allerdings bekannte sich der IS zu dem Angriff auf das Parlament und das Mausoleum von Ayatollah Khomeini in Teheran im Juni 2017, bei dem 17 Menschen getötet und dutzende weitere verletzt worden waren.

Update, 22. September, 12.53 Uhr: Die Zahl der Opfer des Angriffs auf eine Militärparade im Iran ist einem Bericht zufolge auf 24 Tote gestiegen. Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur IRNA handelt es sich bei den Toten in der Stadt Ahwas im Südwesten des Irans nicht nur um Soldaten der Revolutionsgarden, sondern auch um Zivilisten, unter ihnen Kinder. Es habe über 50 Verletzte gegeben, von denen viele in Lebensgefahr schwebten, teilte die IRNA mit.

Erstmeldung

Teheran - Bei einem Anschlag auf eine Militärparade im Südwestiran hat es nach inoffiziellen Angaben mindestens acht Tote gegeben. Wie die Nachrichtenagentur Tasnim am Samstag weiter berichtete, handelt es sich bei den Toten um Soldaten der iranischen Revolutionsgarden (IRGC). Auch zwei der Angreifer sollen von Sicherheitsbeamten getötet worden sein.

Die Berichte über die Anzahl der Verletzten variieren zwischen sieben und 20. Das iranische Staatsfernsehen und die Agenturen sprachen von einem Terroranschlag von Anhängern der Terrormiliz Islamischer Staat (IS).

Vier Schützen beobachtet

Zum Tathergang schrieb die Agentur Tasnim, die den Revolutionsgarden nahe steht, dass Unbekannte in der Stadt Ahwas von einem Park aus auf eine Gruppe von Revolutionsgarden geschossen hätten. Es seien vier Schützen gewesen. Zwei von ihnen sollen erschossen worden sein, zwei weitere hätten flüchten können. Sie würden von Sicherheitskräften der Provinz Chusestan verfolgt.

Falls die Berichte stimmen, dass IS-Mitglieder geschossen haben, dann wäre das der zweite Angriff der Gruppe im Iran. Im Vorjahr hatten IS-Anhänger in der Hauptstadt Teheran das iranische Parlament und das Mausoleum des Revolutionsführers Ruhollah Chomeini angegriffen. Dabei kamen 18 Menschen ums Leben.

dpa

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