ARD-Mann mit drastischen Worten

„Tagesthemen“-Kommentator warnt: Millionen Menschen werden nach Norden drängen

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Tagesthemen-Mann Werner Eckert kommentierte zum Klimawandel.

Der Klimawandel könnte schwere Folgen für die ganze Welt haben. Mit diesem Thema beschäftigt sich ARD-Mann Werner Eckert in seinem Kommentar in den „Tagesthemen“ - er prophezeit drastische Szenen.

Mainz - „Derzeit ist Deutschland ein abschreckendes Beispiel“ - mit diesem drastischen Satz beendete „Tagesthemen“-Mann Werner Eckert seinen Kommentar in der ARD am Montagabend. Es ging dabei um den Klimawandel. Und Eckert hatte schon zuvor deutliche Worte gefunden.

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In Sachen Klima-Krise sei von der Bundesregierung momentan nicht mehr viel zu sehen, befand Eckert. „Die Klima-Kanzlerin von damals bremst das Thema heute in der EU aus“, so die Kritik des ARD-Manns. Dabei sei das Geld und das Know-how in der Bundesrepublik da, um Vorbild zu sein. 

Erst am Montag war der Sonderbericht des Weltklimarats IPCC vorgestellt worden - und der enthüllte dramatische Details. So erfolge die Erderwärmung schneller und mit schwereren Folgen, als bisher angenommen. Das Ziel: Die Begrenzung der Erderwärmung auf 1,5 Grad. 

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Eckert: „Wenn Millionen Menschen auf dieser Welt nach Norden drängen“

Mit bedrückenden Bildern schilderte Eckert das, was auf uns zukommen könnte, sollte dieses Ziel nicht erreicht werden - und was uns wohl auch dann erst zum Umdenken animiere. „Erst wenn die Jungs am Sonntag beim Fußball reihenweise mit Hitzschlag umkippen und wenn die Alten im Sommer gar nicht mehr vor die Tür können, erst wenn die Tomaten aus Spanien wegen Wassermangel so richtig teuer werden, dann wird der Mensch begreifen, was Klimawandel wirklich ist“, so die Worte Eckerts, der dann noch eine weitere Szenerie prophezeite: „Erst wenn nicht Tausende, sondern viele Millionen Menschen wirklich dauerhaft auf dieser Welt nach Norden drängen, dahin wo man dann noch leben kann.“

„Tagesthemen“-Kommentar: „... dann ist es zu spät, um etwas gegen den Wandel tun“

Zwar seien die Folgen des Klimawandels wohl erst in einigen Jahrzehnten zu spüren. Dennoch sollte man deshalb nun nicht die Augen verschließen. „Wenn die Menschheit wirklich so schwer von Begriff ist, dann ist es zu spät, um etwas gegen den Wandel tun“, warnte Eckert. „Nicht erst bei den berühmten zwei Grad wird es kritisch, sondern weit davor. Jede Anstrengung lohnt - auch ökonomisch.“ Das hätten die frisch gekürten Wirtschaftsnobelpreisträger belegt.

Doch dafür müsse auch Deutschland handeln, der Kohleausstieg sei schnell machbar, so Eckert. Deutschland könnte Vorbild sein. „War es einmal. Derzeit ist Deutschland ein abschreckendes Beispiel.“

Video: Ignoranz des Klimawandels teurer als Gegenmaßnahmen

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