Neue Impulse für Europa

“Wir brauchen nicht weniger als eine Neuordnung Europas“

+
Die künftige Bundesregierung muss nach Ansicht von NRW-Ministerpräsident Armin Laschet "neue Impulse für Europa" setzen.

Für die Zukunft des Kontinents ist eine Große Koalition in Deutschland laut NRW-Ministerpräsident Laschet die beste Lösung. Am Ende müsse ein „schlagkräftigeres“ Europa entstehen.

Düsseldorf - Die künftige Bundesregierung muss nach Ansicht des nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Armin Laschet neue Impulse für Europa setzen. „Das ist für Nordrhein-Westfalen sehr wichtig, denn wir pflegen traditionell sehr gute Kontakte zu unseren europäischen Nachbarn“, sagte der CDU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. „Die europäischen Mechanismen müssen effizienter gemacht werden, dafür brauchen wir nicht weniger als eine Neuordnung Europas.“ Am Ende dieses Prozesses müsse ein „schlagkräftigeres“ Europa stehen. „Das ist eine Herausforderung, der man sich am besten in einer großen Koalition stellen kann.“

Koalitionsbildung: Laschet spricht über zahlreiche Agenda-Punkte

Auf die Frage nach der zähen Regierungsbildung in Berlin sagte der CDU-Bundesvize, Deutschland werde von der geschäftsführenden Bundesregierung „gut regiert“. In einer künftigen Koalition müssten Interessen von Industrie, Handwerk und Mittelstand gewahrt und die Digitalisierung vehement vorangetrieben werden - ohne Klima und Umweltschutzziele aus den Augen zu verlieren, forderte Laschet.

CSU-Parteitag: Alle Infos und News im Live-Ticker

In der Bildung hält Laschet angesichts großer Herausforderungen wie Inklusion und Integration „erhebliche finanzielle Ressourcen“ für erforderlich. Es brauche eine gemeinsame „Kraftanstrengung“ auch von Kommunen, Ländern und Bund. Sein Ziel: „Im föderalen Aufbau unseres Landes wieder neue Kooperationsmöglichkeiten schaffen, die wir für die Gesamtfinanzierung unseres Bildungssystems nutzen wollen.“ Bildungschancen müssten und für alle Kinder gleichermaßen zugänglich und unabhängig von der sozialen Herkunft sein.

Auch CDU-Chefin Angela Merkel setzt angesichts drängender internationaler Herausforderungen auf zügige Gespräche mit der SPD. Dies sei die Basis, um am besten mit Frankreich und für Europa arbeiten zu können: "Die Welt wartet eigentlich darauf, dass wir agieren können."

dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Polizei wächst um 6100 Beschäftigte

Wiesbaden (dpa) - Bei der Polizei in Bund und Ländern hat es mit einem Plus von 6100 Beschäftigten den größten Personalzuwachs seit mehr als 20 Jahren gegeben.
Polizei wächst um 6100 Beschäftigte

Seehofer macht Merkel „Monster“-Vorwurf - Umfrage-Schock für Kanzlerin im Asylstreit

Die Asyl-Krise zwischen Angela Merkel und Horst Seehofer spitzt sich zu. Am Sonntag sollen bei einem Mini-Gipfel in Brüssel Lösungen gefunden werden. Alle Entwicklungen …
Seehofer macht Merkel „Monster“-Vorwurf - Umfrage-Schock für Kanzlerin im Asylstreit

„In ein paar Tagen könnte alles vorbei sein“: heute journal beschwört Merkel-Aus - zurecht?

In den Parteien will man den Asyl-Streit eher herunterkochen. Im heute journal stellt Moderator Claus Kleber hingegen eine Frage, die aufhorchen lässt.
„In ein paar Tagen könnte alles vorbei sein“: heute journal beschwört Merkel-Aus - zurecht?

Trauerfall bei Maybrit Illner: Talkmasterin muss in eigener ZDF-Sendung ersetzt werden

Im ZDF-Talk „Maybrit Illner“ fehlt ausgerechnet die Gastgeberin. Der Grund ist ein trauriger. Ihr Ersatzmann machte seine Sache souverän.
Trauerfall bei Maybrit Illner: Talkmasterin muss in eigener ZDF-Sendung ersetzt werden

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.