CDU-Chef

Armin Laschet plant Parteitag - Friedrich Merz ist Favorit für seine Nachfolge

CDU-Chef Armin Laschet kündigt eine personelle Neuaufstellung an. Dass er zurücktritt, sagt er damit zunächst nicht. Alle News zum CDU-Chef im Ticker.

  • Nach der Bundestagswahl 2021 führen die Parteien Gespräche zu einer möglichen Regierungsbildung.
  • Aktuell sieht es danach aus, dass die Chancen für Jamaika gering sind, und SPD*-Politiker Olaf Scholz* neuer Bundeskanzler wird.
  • Doch was wird aus CDU-Chef Armin Laschet - und wer wird sein Nachfolger?

Update vom Freitag, 08.10.2021, 9.10 Uhr: CDU-Chef und Noch-Kanzlerkandidat Armin Laschet ist noch nicht zurückgetreten, schon werden seine ersten Nachfolger gehandelt. Einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Kantar zufolge würden die Befragten den CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen* (32 Prozent) als Laschet-Nachfolge präferieren.

Unter den CDU/CSU-Anhängern liegt allerdings Ex-Fraktionschef Friedrich Merz* vorn. 49 Prozent halten Merz für den CDU-Vorsitz geeignet. Er liegt damit hier knapp vor Röttgen, der auf 46 Prozent Zustimmung kommt. Gesundheitsminister Jens Spahn* erreicht einen Zustimmungswert von 41 Prozent.

CDU-Chef Armin Laschet plant Parteitag

Während die einen über die Nachfolge debattieren, zollen die anderen Armin Laschet Respekt. „Wir brauchen die personelle Erneuerung, wir brauchen aber auch eine inhaltliche Neuaufstellung als Volkspartei“, sagte etwa Wirtschaftsminister Peter Altmaier am späten Donnerstagabend im ZDF* bei Markus Lanz. „Und Armin Laschet hat heute den ersten Schritt gemacht.“ Das verdiene „Respekt und Anerkennung“.

Wird Friedrich Merz der Nachfolger von Armin Laschet als CDU-Chef?

Laschet will am Montag (11.10.2021) den CDU-Spitzengremien einen Parteitag zur personellen Neuaufstellung vorschlagen - dies hatte er am Donnerstagabend angekündigt. Er wolle diesen Prozess moderieren. Es gehe um „einen Konsens aller, die im Moment in Betracht kommen“, sagte er 

Armin Laschet deutet Bereitschaft zum Rückzug an

Erstmeldung: Berlin – Unionskanzlerkandidat Armin Laschet* hat die Bereitschaft angedeutet, eigene Ambitionen für mögliche Jamaika-Verhandlungen mit Grünen* und FDP* zurückzustellen. „Erst steht das Projekt und dann die Person“, sagte der CDU-Chef am Donnerstag (07.10.2021) in einer Informations-Schaltkonferenz der CDU/CSU*-Bundestagsfraktion zur Lage der Union, wie die Deutsche Presse-Agentur von Teilnehmern erfuhr.

Er wurde mit den Worten zitiert: „Wenn es mit anderen Personen besser geht, dann gerne.“ Zugleich kündigte Laschet demnach eine personelle Neuaufstellung auf einem Parteitag an. Laschet kündigte nach Angaben von mehreren Teilnehmern eine personelle Neuaufstellung auf einem Parteitag an - von der Spitze bis in die Gremien.

CDU-Chef Armin Laschet will seine Nachfolge wie in NRW klären

Die Partei brauche keine Schlacht mehr zwischen Personen, sondern einen gemeinsamen Konsensvorschlag. So wie er es in Nordrhein-Westfalen jetzt mit Henrik Wüst gemacht habe. Laschet hatte den nordrhein-westfälischen Verkehrsminister Wüst am Dienstag als Nachfolger vorgeschlagen - als Ministerpräsident und als CDU-Landesparteichef. (ktho/marv/dpa) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Erst kürzlich zeigte eine Umfrage, dass rund 80 Prozent Laschets Rücktritt wünschen.

Rubriklistenbild: © Bernd Weißbrod/dpa

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