Nach Aleppo-Rückeroberung

Assad: „Von einer Feuerpause kann keine Rede sein“

+
Syriens Präsident Baschar al-Assad will gegen Rebellen weiter mit militärischer Härte vorgehen.

Moskau - Das syrische Regime will nach der Rückeroberung von Aleppo weiter mit Härte militärisch gegen seine Gegner vorgehen. Außerdem machte Präsident Baschar al-Assad Donald Trump ein Angebot. 

„Von einer Feuerpause kann keine Rede sein“, sagte Präsident Baschar al-Assad dem russischen Staatsfernsehen in einem am Mittwoch ausgestrahlten Interview. Mit Milde könnten nur „Terroristen“ rechnen, die sich ergeben oder den Kampfort verlassen.

Sollte es der designierte US-Präsident Donald Trump mit dem Kampf gegen Terrorismus ernst meinen, könne er ein „natürlicher Verbündeter“ Syriens werden, meinte Assad. Derzeit seien aber alle syrischen Gruppen, die die USA als gemäßigte Opposition bezeichnen, Terroristen und Extremisten.

Die Kämpfe gingen weiter, bis „das ganze Land von Terroristen gesäubert“ sei, sagte Assad. Als Beispiel nannte er die Rückeroberung der Oasenstadt Palmyra. Gemeinsam mit den Verbündeten Russland und Iran wolle die syrische Führung die weiteren Pläne erörtern. Zunächst müsse jedoch Aleppo gesichert werden. „Die Terroristen feuern täglich Raketen und Granaten ab“, sagte er.

In einem Nachkriegssyrien sehe er außer Russland und Iran auch China als Partner, betonte Assad. Einer baldigen neuen Verfassung erteilte er eine Absage. Dies sei in Kriegszeiten „unzweckmäßig“.

dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Trump lädt Putin schon im Herbst nach Washington ein

Noch immer sorgt das Treffen zwischen Donald Trump und Wladimir Putin beim Gipfel in Helsinki für Schlagzeilen. Wir berichten weiter über die Nachwehen des Gipfels im …
Trump lädt Putin schon im Herbst nach Washington ein

Hendrik Meier ist der erste Nachtbürgermeister Deutschlands

In Mannheim wurde der erste Nachtbürgermeister Deutschlands gewählt. Dieser soll vor allem bei Konflikten im Nachtleben vermitteln.
Hendrik Meier ist der erste Nachtbürgermeister Deutschlands

Fall Skripal: Russischer Diplomat verlangt britische Beweise

Einem Pressebericht zufolge haben die Ermittler im Fall des mit Nowitschok vergifteten Ex-Spions russische Verdächtige identifiziert. Eine Bestätigung dafür gibt es …
Fall Skripal: Russischer Diplomat verlangt britische Beweise

Trumps irre Show nach dem Treffen mit Putin

Seit Tagen irritiert Donald Trump mit Klarstellungen und Dementis zum Treffen mit Kremlchef Putin. Sein Fazit: Es war einfach großartig - So großartig, dass der …
Trumps irre Show nach dem Treffen mit Putin

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.