Im Bund eher ein Problem

Auch Berliner AfD-Chef gesteht: Kandidatur von Höcke wäre Zerreißprobe

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Björn Höcke hat es nicht leicht.

Eine Kandidatur des Thüringer Rechtsaußen Björn Höcke für den AfD-Bundesvorstand würde die Partei nach Ansicht des Berliner AfD-Landesvorsitzenden vor eine Zerreißprobe stellen.

Berlin - „Ich denke, dass wir dann erhebliche Diskussionen haben werden und dass es möglicherweise Probleme geben könnte“, sagte Georg Pazderski am Freitag. „Ich halte Herrn Höcke für so intelligent, dass er wahrscheinlich der AfD diese Zerreißprobe nicht zumutet.“

Die AfD will bei einem Parteitag in Hannover am 2. Dezember einen neuen Bundesvorstand wählen. Der Thüringer Landes- und Fraktionsvorsitzende Höcke hat bislang nicht offiziell erklärt, ob er kandidieren will. Er ist Gründer des rechtsnationalen „Flügels“, der die AfD als „Widerstandsbewegung gegen die weitere Aushöhlung der Souveränität und der Identität Deutschlands“ positionieren will.

Höcke sei in Thüringen gut aufgestellt, sagte Pazderski, der mit Beatrix von Storch bei einem Parteitag an diesem Wochenende erneut für die Doppelspitze der Berliner AfD kandidieren will. „Ich denke, wenn Björn Höcke seinen Landesverband weiter führt und gute Arbeit leistet, dann ist er in Thüringen genau richtig am Platz“, sagte Pazderski. „Im Bund könnte es zu einem großen Problem werden, weil die Person umstritten ist und sehr kontrovers diskutiert wird.“

Kurz zuvor betonte auch schon der stellvertretende Vorsitzende der AfD-Bundestagsfraktion, Peter Felser, dass er Höcke nicht gerne im neuen Parteivorstand sähe.

dpa

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