Scharfe Kritik an Barcelona

König Felipe: Katalonien gefährdet Spaniens Stabilität

Spaniens König Felipe VI. schaltet sich in einer TV-Ansprache an die Nation in den Konflikt um die Unabhängigkeitsbestrebungen in Katalonien ein. Foto: Casa Real/Europa Press
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Spaniens König Felipe VI. schaltet sich in einer TV-Ansprache an die Nation in den Konflikt um die Unabhängigkeitsbestrebungen in Katalonien ein. Foto: Casa Real/Europa Press
Menschenmassen in Barcelona: Nach dem umstrittenen Referendum in Katalonien bereitet sich die Regionalregierung auf die Abspaltung von Spanien vor. Foto: Francisco Seco
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Menschenmassen in Barcelona: Nach dem umstrittenen Referendum in Katalonien bereitet sich die Regionalregierung auf die Abspaltung von Spanien vor. Foto: Francisco Seco
Befürworter der katalanischen Unabhängigkeit demonstrieren in Barcelona mit einer riesigen "Estelada"-Fahne, die als Symbol Kataloniens dient. Foto: Nicolas Carvalho Ochoa
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Befürworter der katalanischen Unabhängigkeit demonstrieren in Barcelona mit einer riesigen "Estelada"-Fahne, die als Symbol Kataloniens dient. Foto: Nicolas Carvalho Ochoa
Feuerwehrleute schließen sich in Barcelona während eines eintägigen Streiks den Demonstranten an. Foto: Manu Fernandez
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Feuerwehrleute schließen sich in Barcelona während eines eintägigen Streiks den Demonstranten an. Foto: Manu Fernandez
Schlagstock-Einsatz: Polizisten in schwerer Ausrüstung versuchen in Barcelona, Menschen beim umstrittenen Unabhängigkeitsreferendum an der Stimmabgabe zu hindern. Foto: Manu Fernandez
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Schlagstock-Einsatz: Polizisten in schwerer Ausrüstung versuchen in Barcelona, Menschen beim umstrittenen Unabhängigkeitsreferendum an der Stimmabgabe zu hindern. Foto: Manu Fernandez
Am Tag des Referendums gab es gewalttätige Auseinandersetzungen zwischen der Guardia Civil und den Separatisten. Foto: Francisco Seco
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Am Tag des Referendums gab es gewalttätige Auseinandersetzungen zwischen der Guardia Civil und den Separatisten. Foto: Francisco Seco
Einheiten der Guardia Civil, der spanischen Nationalpolizei, gehen in Santa Julia de Ramis bei Girona gegen Menschen vor, die vor einem zum Wahllokal umfunktionierten Sportcenter warten. Foto: Francisco Seco
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Einheiten der Guardia Civil, der spanischen Nationalpolizei, gehen in Santa Julia de Ramis bei Girona gegen Menschen vor, die vor einem zum Wahllokal umfunktionierten Sportcenter warten. Foto: Francisco Seco
Spanische Polizisten und katalanische Demonstranten: Insgesamt wurden im Zusammenhang mit der Abstimmung etwa 900 Menschen verletzt. Foto: Manu Fernandez
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Spanische Polizisten und katalanische Demonstranten: Insgesamt wurden im Zusammenhang mit der Abstimmung etwa 900 Menschen verletzt. Foto: Manu Fernandez

Nach den lautstarken katalanischen Separatisten melden sich nun die Kritiker der geplanten Abspaltung von Spanien zu Wort. Ihnen stellt sich nun das Staatsoberhaupt zur Seite: König Felipe VI. wirft ihnen vor, die Stabilität Kataloniens und ganz Spaniens aufs Spiel zu setzen.

Madrid (dpa) - Mit scharfer Kritik an der Regionalregierung in Katalonien hat sich der spanische König Felipe VI. erstmals in den Konflikt um die Unabhängigkeitsbestrebungen in der Region eingeschaltet.

Verfolgen Sie die Katalonien-Krise in unserem Live-Ticker. Was passieren würde, wenn Katalonien die Unabhängigkeit erklärt, können Sie hier nachlesen.

Mit ihrem Vorhaben, in den nächsten Tagen die Abspaltung von Spanien auszurufen, setze die Regierung in Barcelona "die wirtschaftliche und soziale Stabilität" Kataloniens und ganz Spaniens aufs Spiel, sagte der Monarch am späten Dienstagabend in einer TV-Ansprache an die Nation.

Die Regionalregierung von Carles Puigdemont könnte nach dem Sieg des "Ja"-Lagers bei einem umstrittenen Referendum am Sonntag schon in den nächsten Tagen die Loslösung von Spanien ausrufen. Barcelona hatte das Referendum ungeachtet eines Verbots durch das Verfassungsgericht und auch gegen den Willen der Zentralregierung in Madrid abgehalten.

Die Regionalregierung bewege sich "außerhalb des Gesetzes" und habe Katalonien mit ihren Aktionen entzweit, sagte Felipe. "Es sind schwierige Zeiten, aber wir werden sie überwinden und vorwärtskommen", sagte das 49 Jahre alte Staatsoberhaupt. Allen Spaniern wolle er "eine Botschaft der Ruhe und der Hoffnung" übermitteln. Ohne demokratischen Respekt gebe es kein friedliches Zusammenleben. Es liege in der "Verantwortung des Staates, die verfassungsmäßige Ordnung sicherzustellen."

Nachdem es schon am Sonntag große Kundgebungen für Unabhängigkeit gegeben hatte, gingen am Dienstag erneut Hunderttausende Separatisten in ganz Katalonien auf die Straßen. Im Rahmen eines von Gewerkschaften und anderen Organisationen ausgerufenen Generalstreiks protestierten sie gegen den harten Einsatz der von Madrid entsandten Polizeieinheiten während des Referendums. Diese hatten den Auftrag, die Abhaltung der Abstimmung zu verhindern. Nach amtlichen Angaben wurden knapp 900 Bürger verletzt.

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