"Bäderstreit ist ein Sturm im Wasserglas"

Als einen Sturm im Wasserglas bezeichnet der Grünen-Fraktionssprecher Jörg Probstmeier den unnötigen Streit des Bäderverbundes von Großalmerode,

Als einen Sturm im Wasserglas bezeichnet der Grünen-Fraktionssprecher Jörg Probstmeier den unnötigen Streit des Bäderverbundes von Großalmerode, Hessisch Lichtenau und Waldkappel wegen der verlängerten Öffnungszeiten des Hallenbades in Hessisch Lichtenau.

Bereits bei der Begründung des gemeinsamen Antrags von SPD und Grünen zu den verlängerten Öffnungszeiten hatten die Antragsteller deutlich gemacht, dass der Bäderverbund mit Großalmerode und Waldkappel überhaupt nicht infrage gestellt werden soll. Nach der zweijährigen Schließung des Hallenbades wegen der energetischen Sanierung und Modernisierung, sollte mit der verlängerten Öffnungszeit im Juni den Bürgern und den Schulen ein verlängerter Badespaß als Ausgleich für das lange Warten geboten werden.

Darüber hinaus hatten die Stadtverordneten mit ihrem Beschluss noch keine Tatsachen geschaffen, sondern den Magistrat lediglich dazu beauftragt, bis zum Jahr 2013 ein Konzept zu verlängerten Öffnungszeiten zu erarbeiten. Sachorientiert und mit Augenmaß hatte sich der Magistrat im Benehmen mit der Stadtverwaltung für moderate Öffnungszeiten im Juni entschieden, bei denen es keine Überschneidungen mit Öffnungszeiten der Freibäder in Großalmerode und Waldkappel gibt. Ein Beweis dafür, dass die Öffnung des Hallenbades im Juni kein konkurrierendes, sondern ein ergänzendes Angebot darstellen soll, das ohne erhöhten Personalbedarf der drei Bäder zu leisten ist.

Die Fördermittel in Höhe von 550.000 Euro aus dem Sonderinvestitionsprogramm Hallenbäder hatte Hessisch Lichtenau vom Land Hessen für die Sanierung nur bekommen, weil die Stadt mit dem Bäderverbund zusammenarbeitet. Angesichts drohender Rückzahlungen hat sich der Zweifel an der Sinnhaftigkeit der interkommunalen Zusammenarbeit im Bäderverbund somit erledigt.

Gerade in krisengeschüttelten Zeiten mit leeren Kassen in unserer vom demografischen Wandel besonders betroffenen Region ist ein Mehr an interkommunaler Zusammenarbeit das Gebot der Zeit, um Pflichtaufgaben und freiwillige Leistungen der Kommunen mit weniger finanziellem Aufwand erfüllen zu können und den Bürgern mehr Lebensqualität zu bieten. Der gesunde Wettstreit der Kommunen untereinander um mehr Lebensqualität für die Bürger bleibt von der interkommunalen Zusammenarbeit unberührt

Jörg Probstmeier

Fraktionssprecher Bündnis 90/Die Grünen Hessisch Lichtenau

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