Bosnienkrieg

Bayerisches LKA nimmt mutmaßlichen Kriegsverbrecher fest

+
Der festgenommene mutmaßliche Kriegsverbrecher sitzt zurzeit in der Justizvollzugsanstalt Stadelheim in München. Foto: Felix Hörhager

München (dpa) - Spezialisten des Bayerischen Landeskriminalamts (LKA) haben am Münchner Flughafen einen mutmaßlichen Kriegsverbrecher aus Bosnien-Herzegowina festgenommen.

Die Behörden des Balkanlandes werfen dem 50-Jährigen Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor, wie das LKA mitteilte. Als Mitglied der Polizei soll er während des Bosnienkriegs Anfang der 1990er Jahre an Folter und Tötungsdelikten beteiligt gewesen sein.

Interpol Sarajevo hatte nach dem Mann gefahndet und sich an die deutschen Behörden gewandt, nachdem Hinweise eingegangen waren, dass sich der 50-Jährige in Bayern aufhalten könnte. Am Donnerstag ging er Zielfahndern des LKA ins Netz.

Der mutmaßliche Kriegsverbrecher sitzt nun in der Justizvollzugsanstalt Stadelheim in München. Dort wartet er auf die Prüfung des Auslieferungsersuchens der bosnisch-herzegowinischen Behörden durch das Oberlandesgericht München.

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

May und Macron vereinbaren schärferen Grenzschutz

Das Programm war vielfältig: Im Mittelpunkt des Regierungsgipfels mit Macron und May stand aber die Lage in der französischen Hafenstadt Calais, von wo aus viele …
May und Macron vereinbaren schärferen Grenzschutz

Vor dem „GroKo“-Votum: SPD befürchtet das Schlimmste

Nach den Sondierungen könnten Gespräche über eine neue GroKo starten - wenn der Parteitag der SPD zustimmt. Die Sozialdemokraten hadern aber mit den …
Vor dem „GroKo“-Votum: SPD befürchtet das Schlimmste

UN-Chef will neue Untersuchungen von Chemiewaffenangriffen in Syrien

UN-Generalsekretär António Guterres hat zur Wiederaufnahme der Untersuchungen von Chemiewaffenangriffen in Syrien aufgerufen.
UN-Chef will neue Untersuchungen von Chemiewaffenangriffen in Syrien

Ausnahmezustand in Türkei zum sechsten Mal verlängert

Der Putschversuch in der Türkei liegt inzwischen anderthalb Jahre zurück. Dennoch wird der Ausnahmezustand noch einmal verlängert. Menschenrechtler sprechen von einem …
Ausnahmezustand in Türkei zum sechsten Mal verlängert

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.