Saudischer König sagt ab

Merkel und Trump treffen sich schon vor dem G20-Gipfel

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Im März war die Bundeskanzlerin im Weißen Haus zu Gast, nun kommt Trump nach Deutschland. Foto: Pablo Martinez Monsivais

Angela Merkel und US-Präsident Trump haben schon vor dem G20-Gipfel viel zu bereden. Bei einem Vorgespräch soll es um eine gemeinsame Initiative zur Eindämmung der Terrorgefahr und die künftige Finanzierung von UN-Friedensmissionen gehen.

Berlin (dpa) - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will sich vor Beginn des G20-Gipfels in Hamburg mit US-Präsident Donald Trump treffen. Die Kanzlerin habe eine Begegnung "ins Auge gefasst, höchstwahrscheinlich am Donnerstagabend", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert in Berlin.

Die Kanzlerin führe als Gastgeberin vorab eine ganze Reihe von Gesprächen. "Das ist also etwas völlig normales", fügte er hinzu. Trump twitterte, dass er noch am Montag "mit Deutschland und Frankreich sprechen" werde. Nähere Hintergründe blieben zunächst offen.

Der Gipfel finde in einer Zeit statt, in der das Prinzip des Multilateralismus nicht von jedem geteilt werde, erklärte Seibert. Klare Meinungsverschiedenheiten seien etwa beim Thema Klimaschutz zu erkennen. "Das ist anspruchsvoll und schwierig in diesem Jahr - an vielen Ecken."

Das Redaktionsnetzwerk Deutschlands berichtete unter Berufung auf Regierungskreise, bei Merkels Gespräch mit Trump solle es unter anderem um eine gemeinsame Initiative zur Eindämmung der Terrorgefahr sowie zur Finanzierung von UN-Friedenseinsätzen gehen. Außerdem wolle die Kanzlerin Chancen für eine globale Antwort auf die Flüchtlingsbewegung und ein entsprechendes G20-Signal ausloten.

Offiziell beginnt der zweitägige Gipfel der wichtigsten Wirtschaftsmächte am Freitag.

Nach der Absage des brasilianischen Staatschefs zum G20-Gipfel, kommen auch der saudische König Salman und sein Sohn, Kronprinz Mohammed bin Salman, nicht nach Hamburg. Wie die saudische Botschaft in Berlin bestätigte, wird Staatsminister Ibrahim al-Assaf die Delegation des Königreiches beim Treffen der wichtigsten Wirtschaftsmächte leiten. Al-Assaf war bis Oktober 2016 Finanzminister gewesen.

Zunächst hatte es aus diplomatischen Kreisen in Riad geheißen, der 81 Jahre alte König werde wegen der aktuellen Krise am Golf um Katar nicht an dem Gipfeltreffen teilnehmen, das an diesem Freitag beginnt. Er habe aus dem gleichen Grund auch Termine in Saudi-Arabien verschoben. Wegen des schlechten Gesundheitszustands von König Salman war schon zuvor darüber spekuliert worden, ob er die Reise antreten würde.

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