Corona-Beschlüsse

Beteiligung von Menschen mit Behinderung gefordert

Pflege
+
Ein Pfleger schiebt eine Frau in einem Rollstuhl. Foto: Tom Weller/dpa/Archivbild

Die Pandemie trifft natürlich auch Menschen mit Behinderungen. Daher appellieren nun mehrere Verbände, sie bei der Entscheidungsfindung über neue Corona-Maßnahmen mit ins Boot zu holen.

Hildesheim (dpa) - Die Belange von Menschen mit Behinderungen sollten in der Corona-Pandemie stärker in den Blick gelangen. Dazu rufen mehrere Verbände anlässlich des Internationalen Tages der Menschen mit Behinderungen am kommenden Donnerstag (3. Dezember) auf.

Sie seien selbst zu beteiligen, wenn Corona-Maßnahmen beraten und beschlossen werden, zum Beispiel in gemeinschaftlichen Wohnformen oder Werkstätten, sagte die frühere Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt, die auch Vorsitzende der Organisation Lebenshilfe ist. «Auch in der politischen Beratung müssen sie immer berücksichtigt werden», betonte die SPD-Abgeordnete.

Weder die Einrichtungen und Dienste der Behindertenhilfe und Psychiatrie noch die Menschen mit Behinderungen und psychischen Erkrankungen würden bei relevanten Gesetzentwürfen ausreichend berücksichtigt, beklagt auch der Verband Caritas Behindertenhilfe und Psychiatrie.

Ulrich Stoebe, Direktor der Diakonie Himmelsthür mit Hauptsitz in Hildesheim plädierte dafür, demnächst Menschen mit Behinderungen in Wohngruppen sowie deren Betreuer vorrangig gegen das Coronavirus zu impfen. «Menschen mit Behinderungen dürfen in der Pandemie nicht abgehängt werden», sagte er.

© dpa-infocom, dpa:201129-99-502152/2

PM Verband CBP

Diakonie Himmelsthür

Verband Lebenshilfe zu Corona

Das könnte Sie auch interessieren

Meist Gelesen

Karl Lauterbach kritisiert Jens Spahn: Ende der Corona-Notlage „falsches Signal“
Politik

Karl Lauterbach kritisiert Jens Spahn: Ende der Corona-Notlage „falsches Signal“

Jens Spahn will die epidemische Lage in Deutschland auslaufen lassen. Die Deutsche Krankenhausgesellschaft begrüßt diesen Schritt, von Lauterbach kommt Kritik.
Karl Lauterbach kritisiert Jens Spahn: Ende der Corona-Notlage „falsches Signal“
ZDF-Moderator konfrontiert Baerbock mit Klima-Veto - die antwortet trocken
Politik

ZDF-Moderator konfrontiert Baerbock mit Klima-Veto - die antwortet trocken

Ein Knackpunkt bei den anstehenden Koalitionsverhandlungen für eine Ampel werden voraussichtlich die Finanzen. Der SPD-Chef bringt die Teilfinanzierung mit Krediten ins …
ZDF-Moderator konfrontiert Baerbock mit Klima-Veto - die antwortet trocken
„Erpressung“: Streit zwischen Polen und EU schaukelt sich hoch - Von der Leyen droht mit neuen Verfahren
Politik

„Erpressung“: Streit zwischen Polen und EU schaukelt sich hoch - Von der Leyen droht mit neuen Verfahren

Polens Regierungschef spricht im EU-Parlament von „Erpressung“. Die Kompetenzen der EU hätten ihre Grenzen. Ursula von der Leyen wird deutlich.
„Erpressung“: Streit zwischen Polen und EU schaukelt sich hoch - Von der Leyen droht mit neuen Verfahren
Droht auch in NRW die 2G-Regel im Supermarkt? Klare Antwort aus dem Ministerium
Politik

Droht auch in NRW die 2G-Regel im Supermarkt? Klare Antwort aus dem Ministerium

Hessen macht es vor und führt eine 2G-Option für den Einzelhandel und Supermärkte ein. Plant NRW einen ähnlichen Schritt? Die Antwort des Landes fällt eindeutig aus.
Droht auch in NRW die 2G-Regel im Supermarkt? Klare Antwort aus dem Ministerium

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.