Szene verfügt über große Zahl an Waffen

Bewaffnete Reichsbürger-Gruppe plant offenbar „Aufbau einer Armee“

Die Szene der sogenannten Reichsbürger in Deutschland wird immer größer. Sorge bereitet vor allem, dass die Szene über eine große Zahl an legalen und illegalen Waffen verfügt.

Berlin - Die Szene der sogenannten Reichsbürger in Deutschland wird immer größer. Wie das Nachrichtenmagazin „Focus“ unter Berufung auf die Verfassungsschutzämter der Länder berichtet, ist die Zahl der Reichsbürger und sogenannten Selbstverwalter binnen Jahresfrist um mehr als 50 Prozent gestiegen - auf nunmehr 15 600 im Januar 2018. Anfang 2017 gingen die Sicherheitsbehörden noch von rund 10 000 Reichsbürgern in Deutschland aus.

Die größte Szene gibt es „Focus“ zufolge in Bayern, wo die Behörden rund 3500 Reichsbürger zählen. Sorge bereitet den Experten auch, dass die Szene über eine große Zahl an legalen und illegalen Waffen verfügt. Dem Bericht zufolge besitzen mehr als 1000 Reichsbürger eine waffenrechtliche Erlaubnis. 

Nach Focus-Informationen plant eine bewaffnete Gruppe innerhalb der Reichsbürger-Szene offenbar den Aufbau einer eigenen Armee. Entsprechende Bestrebungen haben Verfassungsschutzämter in Ostdeutschland registriert.

Die Bewegung erkennt die Bundesrepublik nicht an, spricht Behörden und Gerichten die Legitimität ab und behauptet, das Deutsche Reich bestehe bis heute fort. Sie wird vom Verfassungsschutz beobachtet, weil ihr auch Rechtsextremisten angehören.

Lesen Sie auch:  Angeklagter „Reichsbürger“: Der Todesschütze aus der anderen Welt

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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