Kritik von der SPD-Generalsekretärin

Bierzeltrede: SPD wirft Merkel "Inszenierung" vor

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Harte Kritik an Merkel: SPD-Generalsekretärin Katarina Barley (l).

Berlin - Für ihrer Rede im Truderinger Bierzelt hat Angela Merkel (CDU) international viel Anerkennung geerntet - Rückendeckung kam selbst von SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz. Jetzt prescht SPD-Generalsekretärin Katarina Barley vor.

Barley bezeichnete die Bierzeltrede von Bundeskanzlerin Angela Merkel nach dem enttäuschenden G7-Gipfel mit US-Präsident Donald Trump als "Inszenierung". "Es ist keine Kunst, im Bierzelt über Trump zu schimpfen", so die Generalsekretärin am Montag in Berlin. Haltung zeige sich beim direkten Aufeinandertreffen, bei großen Gipfeln oder der Nato. "Und genau da knickt Merkel vor Trump ein."

Barley: Merkel ist "nicht die Richtige, Europa zu einen"

Die Kanzlerin habe "erst dann den Mut, deutliche Worte zu finden, wenn Trump schon wieder weg ist", fügte Barley hinzu. Mit Blick auf den Aufruf Merkels, die Europäer müssten ihr Schicksal in die eigene Hand nehmen, sagte die Generalsekretärin, die Kanzlerin sei "nicht die Richtige, Europa zu einen". Deutschland brauche einen "überzeugten Europäer an der Spitze", warb Barley für den SPD-Kanzlerkandidaten Martin Schulz.

Merkel hatte am Sonntag nach Ende des G7-Gipfels gesagt: "Die Zeiten, in denen wir uns auf andere völlig verlassen konnten, die sind ein Stück vorbei. Das habe ich in den letzten Tagen erlebt". Die Kanzlerin trat gemeinsam mit CSU-Chef Horst Seehofer in einem Bierzelt in München-Trudering auf. SPD-Kanzlerkanzlerkandidat Martin schulz hatte nach dem G7-Gipfel wie Merkel für ein stärkeres Europa plädiert. Trump warf Schulz sogar „politische Erpressung“ vor. „Der neue US-Präsident setzt nicht auf internationale Kooperation, sondern auf Isolationismus und das vermeintliche Recht des Stärkeren“

Mit ihrer Rede in Trudering hat Angela Merkel auch die Kommentare in der internationalen Presse bestimmt

AFP

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