Masern auf dem Vormarsch

Bis zu 2500 Euro: Minister will Strafe für Impfmuffel

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Gesundheitsminister Hermann Gröhe will Impfmuffeln an den Kragen: Wer die Impfberatung bei der Kita auslässt, soll bis zu 2.500 Euro zahlen. Ein Gesetz ist auf dem Weg.

In Deutschland sind die Masern wieder auf dem Vormarsch. Deshalb will Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) jetzt ernstmachen - und impf-unwillige Eltern in die Mangel nehmen: Wie die Bild-Zeitung berichtet, könnten ihnen bald Bußgelder in Höhe von bis zu 2.500 Euro drohen. Ein entsprechendes Gesetz soll der Bundestag schon am 1. Juni beschließen.

Konkret sollen Kitas durch das neue Gesetz verpflichtet werden, Eltern an das Gesundheitsamt zu melden, wenn sie die obligatorische Impfberatung auslassen. „Dass noch immer Menschen an Masern sterben, kann niemanden kaltlassen. Deshalb verschärfen wir jetzt die Regelungen zum Impfschutz“, sagte Gröhe der Zeitung.

„Keine Impfung, keine Kita?“

Bis Ende April waren im laufenden Jahr mit 410 Fällen bereits mehr Masern-Erkrankungen als 2016 (325 Fälle) registriert worden. Gröhe hatte unlängst schon eine Verschärfung der Regelungen angekündigt. 

„Auch vor der Aufnahme in eine Kita muss eine ärztliche Impfberatung nachgewiesen werden. Diese Pflicht verschärfen wir jetzt nochmals“, sagte Gröhe der Rheinischen Post. Der Minister betonte zudem, dass bereits heute ungeimpfte Kinder und Erwachsene zeitweise vom Besuch einer Kita oder Schule ausgeschlossen werden könnten, um einen größeren Ausbruch von Masern oder Mumps zu verhindern. Einige Schulen hätten davon schon Gebrauch gemacht. Die FDP spricht sich gar für eine allgemeine Impfpflicht für Kinder aus.

fn

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