Militär beschuldigt Islamisten

Bombenanschlag vor Einkaufszentrum auf den Philippinen

Polizisten untersuchen das Gelände vor einem Einkaufszentrum nach der Bombenexplosion. Foto: Rainier Canoso/STR
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Polizisten untersuchen das Gelände vor einem Einkaufszentrum nach der Bombenexplosion. Foto: Rainier Canoso/STR

Kurz vor Silvester eilen auf den Philippinen Hunderte in ein Einkaufszentrum. Plötzlich explodiert davor eine Bombe inmitten von Verkaufsständen. Islamistische Rebellen sollen verantwortlich sein.

Manila (dpa) - Bei einer Explosion vor einem Einkaufszentrum sind auf den Philippinen mindestens zwei Menschen getötet und 24 weitere verletzt worden. Der Vorfall ereignete sich am Montag nahe der South Seas Mall in Cotabato im Süden des Landes, wie die Behörden mitteilten.

Kurz vor Silvester seien Hunderte Menschen in den Geschäften unterwegs gewesen, um für die Feierlichkeiten einzukaufen, teilte die Polizei mit.

Eine zweite Bombe, die nicht explodiert war, sei wenig später auf derselben Straße entdeckt worden, teilte das Militär mit. Unter den Verletzten seien ein vierjähriges Mädchen und mindestens drei Jugendliche, teilte die Polizei mit.

Ersten Ermittlungen zufolge handele es sich um selbstgebaute Sprengsätze. Die erste Bombe soll inmitten von Verkaufsständen versteckt gewesen sein, als sie explodierte. «Die zweite Bombe wurde zurückgelassen, wohl in Eile», sagte Generalmajor Cirilito Sobejana.

Islamistische Rebellen würden für den Bombenanschlag verantwortlich gemacht, sagte Sobejana weiter. Kurz vor einer geplanten Volksabstimmung ist die Lage in der Region angespannt: Im Januar sollen die Bewohner über die Schaffung der neuen autonomen muslimischen Region Bangsamoro im Süden des Inselstaates entscheiden.

Die Moro Islamische Befreiungsfront (MILF) hatte seit den späten 1970er Jahren für einen unabhängigen islamischen Staat gekämpft. Tausende Menschen starben bei den Auseinandersetzungen. Nach 17 Jahren Verhandlungen hatten die Regierung und Rebellen der MILF im März 2014 Frieden geschlossen. In der Region sind jedoch auch andere militante Gruppen aktiv.

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