Blaue Plakette

Brief an Merkel: Grüne fordern Taten gegen Diesel-Abgase

Angela Merkel wird von den Grünen zum Handeln aufgefordert. 
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Angela Merkel wird von den Grünen zum Handeln aufgefordert. 

Berlin - Die Grünen kehren zu ihren Wurzeln zurück und fordern von Angela Merkel „endlich für die Schadstoffentlastung in unseren Städten zu sorgen“. Und so soll die Entlastung aussehen:

Im Kampf gegen gesundheitsschädliche Diesel-Abgase haben die Grünen per Post Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zum Handeln aufgefordert. Die schlechte Luftqualität in Städten, derentwegen die EU gegen Deutschland vorgehe, werfe „ein schlechtes Licht auf Ihre politische Durchsetzung des Gesundheitsschutzes in unserem Land“, schrieben Grünen-Chef Cem Özdemir und Bundestags-Fraktionschef Anton Hofreiter in einem Brief, welcher der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. „Wir fordern Sie dringend auf, endlich für die Schadstoffentlastung in unseren Städten zu sorgen.“

Konkret soll sich die Kanzlerin aus Sicht der Grünen dafür einsetzen, dass die Kommunen mit einer blauen Plakette bestimmte Straßen für Autos mit hohem Stickoxid-Ausstoß sperren können. Stickoxide, oft NOx abgekürzt, stehen im Zentrum des Abgas-Skandals. Viele Diesel-Modelle stoßen auf der Straße ein Vielfaches dessen aus, was erlaubt ist. Weiter wollen die Grünen, dass Diesel mit den Abgasnormen Euro 5 und bei Bedarf auch Euro 6 rasch nachgerüstet werden und die Abgas-Tests für Euro 6 praxisnah gestaltet werden.

Neben der Gesundheitsgefahr habe die Frage eines saubereren Dieselmotors eine „industriepolitische Dimension“, schreiben Özdemir und Hofreiter. Jobs im deutschen Automobilbau von Dieselfahrzeugen könnten bis zum Übergang in eine CO2-freie Mobilität nur erhalten werden, wenn die Diesel anspruchsvolle Grenzwerte einhielten.

dpa

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