Wählen der Zukunft

Bundesbehörde fordert Abkehr von Stimmzetteln aus Papier

Bald könnten die Stimmzettel aus Papier Geschichte sein. Aber das Wählen auf elektronischem Weg bringt viele Risiken mit sich. 

Berlin - Trotz der Gefahr von Hackerangriffen schlägt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) vor, künftig nicht länger auf Stimmzetteln aus Papier zu wählen, sondern auf elektronischem Weg. 

Behördenchef Arne Schönbohm sagte dem „Handelsblatt“ (Dienstag): „Wenn wir das Thema Digitalisierung ernst nehmen, dann dürfen wir dabei nicht einzelne Bereiche ausblenden. Die elektronische Wahl sollte Thema in der nächsten Legislaturperiode sein.“ Natürlich müsse die Sicherheit dabei im Vordergrund stehen. So müsse es zum Beispiel eine Zwei-Faktor-Authentifizierung geben, wie sie etwa der Personalausweis schon jetzt ermögliche. Ein Alltagsbeispiel dafür ist das Geldabheben mit Bankkarte plus persönlicher Geheimnummer.

Das BSI rüstet sich auch für die Bundestagswahl kommende Woche. „Im zeitlichen Umfeld der Wahl weiten wir unsere Lagebeobachtung aus, unser Lagezentrum ist dann 24 Stunden besetzt“, sagte Schönbohm. „Wir beobachten permanent, was auf den relevanten Seiten im Netz passiert, zum Beispiel auf der Webseite des Bundeswahlleiters.“

In der vergangenen Woche waren Sicherheitslücken in der Software bekannt geworden, mit der die Wahlergebnisse bei der Bundestagswahl von den Kommunen und Ländern zum Bundeswahlleiter übertragen werden.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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