„Das geht überhaupt nicht“

Bundestagswahl 2021: Ergebnis-Frust nach CSU-Debakel – Söder attackiert Aiwanger

Freie Wähler und CSU uneins
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Hubert Aiwanger (l, Freie Wähler) und Markus Söder (r, CSU).

Die Bundestagswahl 2021 endet auch für die CSU in Bayern in einem historischen Debakel. Parteichef Markus Söder nennt einen Verantwortlichen. 

Berlin/München – Markus Söder*, Chef der CSU*, hat Hubert Aiwanger (Freie Wähler*) am Sonntagabend nach der Bundestagswahl 2021* gleich doppelt angegriffen: Zum einen kritisierte der Ministerpräsident von Bayern seinen Stellvertreter, weil dieser noch während der laufenden Stimmabgabe Zahlen aus einer Nachwahlbefragung der Forschungsgruppe Wahlen auf Twitter verbreitet hatte – verbunden mit dem Aufruf, die „letzten Stimmen“ den Freien Wählern zu geben. Der Tweet war nach kurzer Zeit wieder gelöscht.

„Das geht überhaupt nicht“, sagte Söder dem Bayerischen Rundfunk am Sonntagabend (26.09.2021). „Da muss man auch nochmal drüber reden, wie das da weitergeht.“ Er forderte von Aiwanger zugleich eine „Rückkehr zur Sacharbeit“ und wieder einen Stil, der den Regierungsämtern, die man habe, gerecht werde. Die Regierungsarbeit in Bayern habe unter den Bundestagswahlkampf-Ideen der Freien Wähler gelitten, kritisierte der bayerische Ministerpräsident. „Das muss jetzt auch ein Ende finden.“

Bundestagswahl 2021: Markus Söder im Streit mit Hubert Aiwanger

Zudem machte Söder die Freien Wähler für die möglicherweise schwierige Regierungsbildung mitverantwortlich: „Hätten die Freien Wähler nicht so kandidiert, wie sie kandidiert haben, hätte es jetzt schon eine klare Mehrheit für ein bürgerliches Bündnis gegeben“, sagte er. „Das geht leider jetzt, diese Verzögerung, auf das Konto der Freien Wähler.“

Bei der Bundestagswahl 2021 fährt die CSU um Markus Söder ihr schlechtestes Ergebnis seit 1949 ein. Wie der Bundeswahlleiter in der Nacht zum Montag nach Auszählung aller 46 Stimmbezirke in einem vorläufigen Ergebnis mitteilt, kommt die Partei von Ministerpräsident Markus Söder in Bayern auf einen Zweitstimmenanteil von 31,7 Prozent – das sind 7,1 Prozentpunkte weniger als bei der Bundestagswahl 2017*. In Bayern regiert aktuell eine Bündnis aus CSU und Freien Wählern. (lrg/dpa) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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