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Bundeswehr schickt Zivilmaschine für Truppen nach Mali

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Bundeswehr-Einsatz in Mali
Für die Truppenrotation schickt die Bundeswehr eine Zivilmaschine nach Mali. Die dortige Übergangsregierung behindert aktuell den Austausch mit Hilfe von Militärflugzeugen. © Kay Nietfeld/dpa

Militärtransporter bekommen von der Übergangsregierung in Mali keine Erlaubnis für den Flug erteilt. Die Bundeswehr setzt deshalb für den Truppenaustausch nun Zivilmaschinen ein.

Berlin - Die Bundeswehr hat eine Zivilmaschine für die von Auseinandersetzungen behinderte Truppenrotation der Soldaten im westafrikanischen Mali auf den Weg geschickt. Die dortigen Behörden hätten die Genehmigung für einen Flug an diesem Donnerstag erteilt, sagte ein Sprecher des Einsatzführungskommandos bei Potsdam der Deutschen Presse-Agentur. Die Maschine startete um 05.47 Uhr in Köln. An Bord waren 88 Soldaten der UN-Mission Minusma und 5 Soldaten der EU-Ausbildungsmission EUTM Mali, wie aus einer Unterrichtung für den Bundestag hervorging.

Auch zwischen Malis Hauptstadt Bamako und dem Feldlager am Rande des Flughafens in der Stadt Gao wird zivil geflogen. Es sei der erste Flug zu einem Personalwechsel für das deutsche Einsatzkontingent, nachdem die malische Übergangsregierung am 14. Juli Kontigentwechsel der UN-Mission Minusma ausgesetzt habe, hieß es. Geplant ist auch, dass deutsche Soldaten aus Mali zurück nach Deutschland zu fliegen.

Mit dem Zivilflug wurde eine Alternative geschaffen zum Flug mit einem Militärtransporter, für den es von der malischen Übergangsregierung keine Erlaubnis gegeben hatte. Das Auswärtige Amt hatte zuvor erklärt, 16 truppenstellende Länder hätten in einem Brief an die Vereinten Nationen gefordert, dass sich die UN „jetzt noch stärker dafür einzusetzen, dass die Arbeitsbedingungen in Mali jetzt schnellstmöglich wieder normalisiert werden“.

Frankreich hatte am Montag die letzten Soldaten seines Anti-Terror-Einsatzes „Barkhane“ aus Mali abgezogen und damit auch das Lager in Gao verlassen. Mali mit seinen rund 20 Millionen Einwohnern hat seit 2012 drei Militärputsche erlebt und gilt als politisch äußerst instabil. Seit dem jüngsten Putsch im Mai 2021 wird es von einer Militärregierung geführt, die von westlichen Staaten wegen enger Beziehungen zu Russland kritisiert wird. dpa

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