Im April

Die Castro-Ära endet: Raúl Castro tritt als Kubas Staatschef ab

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Raúl Castro Ende 2016 bei einer Trauerfeier für seinen verstorbenen Bruder Fidel

Fast 60 Jahre lang hatten die Gebrüder Castro auf Kuba das Sagen. Die Ära geht nun bald zu Ende: Im April will Raúl Castro von seinem Amt als Staatschef zurücktreten.

Havanna - Seit 1959 lagen die Geschicke Kubas stets in Händen der Familie Castro: Bis 2008 fungierte Fidel Castro als Staatschef, seitdem sein Bruder Raúl. Nun geht die Ära in dem Inselstaat zu Ende. Am Donnerstagabend deutscher Zeit bestätigte Raúl Castro, sein Amt im April 2018 niederlegen zu wollen. Das berichtete die Nachrichtenagentur AFP.

Die kubanische Nationalversammlung beschloss demnach, am 19. April den Staatsrat zu wählen, der wiederum den Nachfolger für Castro bestimmen wird. Ursprünglich war dies für Februar geplant gewesen. Der Wahlkalender wurde aber nach dem Durchzug des verheerenden Hurrikans "Irma" im September abgeändert. Der 86 Jahre alte Raúl Castro hatte bereits seinen Verzicht auf ein weiteres Mandat verkündet, will aber an der Spitze der Kommunistischen Partei bleiben.

Fidel Castro war im November 2016 im Alter von 90 Jahren gestorben. Auf Kuba, aber auch in aller Welt stieß die Nachricht vom Tod des langjährigen Präsidenten damals auf sehr gemischte Reaktionen.

Lesen Sie auch:

Gedenken auf Kuba - ein Jahr ohne Fidel Castro

fn/AFP

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