Bundestagswahl 2021

CDU feilt an Wahlprogramm — Laschet und Söder widersprechen sich bei Mütterrente

Foto-Montage von CSU-Chef Markus Söder und Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet.
+
Markus Söder (l.) und Armin Laschet sind sich uneins beim Thema Mütterrente.

Wahlprogramm der Union: Debattiert wird noch über Renten- und Klimapolitik — und die CSU wünscht sich zum Beispiel die Ausweitung der Mütterrente.

Berlin - Am Montag (21. Juni) soll es so weit sein. Die Union will ihr Wahlprogramm für die Bundestagswahl 2021* vorstellen. Aber kurz davor wird noch gestritten.

Die Schwesterparteien CDU* und CSU* sind sich uneins bei der Ausweitung der „Mütterrente“. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder sagte der Bild am Sonntag (BamS): „Ich bin mir sehr sicher, dass die Mütterrente am Ende in einem Koalitionsvertrag stehen wird.“

Bundestagswahl 2021: Söder und Laschet uneins beim Thema Mütterrente

Es sei „eine Frage der Gerechtigkeit, dass alle Mütter, unabhängig wann ihre Kinder geboren wurden, dieselbe Anerkennung für ihre Lebensleistung in der Rente bekommen“, argumentierte der CSU-Chef weiter. Die Mütterrente betreffe knapp zehn Millionen Frauen. „Es darf keine zwei Klassen von Müttern geben.“

Der CDU-Chef und Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet* hatte sich vor einer Woche indes gegen das Projekt ausgesprochen. Das Rentensystem solle nicht mit zusätzlichen Erhöhungen belastet werden, argumentierte er. Vielmehr müsse auf dessen Sicherung für die junge Generation geachtet werden.

Bouffier zum Mütterrenten-Streit: „CSU wird noch eine bayerische Note einbringen“

Dies bekräftigte nun der stellvertretende CDU-Vorsitzende und hessische Ministerpräsident Volker Bouffier. Eine Ausweitung der Mütterrente sei nicht machbar, da „wir schon sehr große finanzielle Herausforderungen haben“, sagte Bouffier den Zeitungen des Redaktionnsetzwerks Deutschland (RND).

Der CDU-Vize rechnet allerdings damit, dass die Schwesterpartei im Bundestagswahlkampf* bei der Forderung bleibt, älteren Müttern wie den jüngeren drei statt zweieinhalb Rentenpunkte pro Kind anzurechnen. „Die CSU wird auch noch eine bayerische Note einbringen. Das ist doch klar“, sagte Bouffier. Wer allerdings weitere Leistungen einführen wolle, müsse auch „sagen, wie man sie finanziert“.

CDU und CSU wollen ihr gemeinsames Programm für die Bundestagswahl im September* am Montag vorstellen. Unionsexperten haben vor der an diesem Sonntagabend beginnenden Klausur der Unionsspitzen bis zuletzt an Details des gemeinsamen Wahlprogramms gefeilt. Vor allem in den Bereichen Klima und Rente werde noch diskutiert, erfuhr die Nachrichtenagentur dpa aus der Union. (AFP/dpa/frs) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Meist Gelesen

Nahles vor Rückkehr? Posten offenbar gefunden - und auch für Lauterbach scheint Platz
Politik

Nahles vor Rückkehr? Posten offenbar gefunden - und auch für Lauterbach scheint Platz

Noch ist offiziell nicht fix, wer in der SPD Spitzenposten bekommt. Doch Andrea Nahles könnte wieder vorne mitspielen - wenn auch womöglich nicht als Ministerin.
Nahles vor Rückkehr? Posten offenbar gefunden - und auch für Lauterbach scheint Platz
SPD-Parteitag stimmt für Ampel-Koalition im Bund
Politik

SPD-Parteitag stimmt für Ampel-Koalition im Bund

Viel klarer hätte das SPD-Votum für die Ampel-Koalition nicht ausfallen können: Von mehr als 600 Parteitagsdelegierten stimmen nur sieben gegen den Vertrag mit Grünen …
SPD-Parteitag stimmt für Ampel-Koalition im Bund
So soll der Start der neuen Bundesregierung ablaufen
Politik

So soll der Start der neuen Bundesregierung ablaufen

Wenn alles nach Plan läuft, springt die Ampel am Montag auf grün, und der Weg für eine neue Regierung ist frei. Bis die so richtig loslegen kann, stehen aber noch eine …
So soll der Start der neuen Bundesregierung ablaufen
FDP-Sonderparteitag: Lindner rechtfertigt Ampel mit Söder-Seitenhieb - und irritiert eigene Präsidentin
Politik

FDP-Sonderparteitag: Lindner rechtfertigt Ampel mit Söder-Seitenhieb - und irritiert eigene Präsidentin

Die Liberalen stimmen am Sonntag auf einem Sonderparteitag über den Koalitionsvertrag der Ampel-Parteien ab. Lindner warb deutlich für das Papier. News-Ticker.
FDP-Sonderparteitag: Lindner rechtfertigt Ampel mit Söder-Seitenhieb - und irritiert eigene Präsidentin

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.