Nach Raketentests

China mahnt Trump: Probleme mit Nordkorea "friedlich" lösen

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Der Flugzeugträger USS Carl Vinson. Die USA haben als Reaktion auf nordkoreanische Raketentests einen Flottenverband in Richtung der koreanischen Halbinsel entsandt. Foto: Matt Brown/U.S. Navy

Auch nach seinem Gipfel mit Chinas Präsidenten droht Trump wieder mit einem Alleingang gegen Nordkorea. Die Spannungen nehmen zu. Ein US-Flugzeugträger ist auf dem Weg. Beide Staatsmänner telefonieren.

Peking (dpa) - Chinas Präsident Xi Jinping mahnt angesichts wachsender Spannungen zu einer friedlichen Lösung im Streit über eine atomare Bewaffnung Nordkoreas.

Nach der Entsendung eines US-Flugzeugträgers in die Region unterstrich Xi Jinping in einem Telefonat mit US-Präsident Donald Trump, dass China an dem Ziel einer atomwaffenfreien koreanischen Halbinsel festhalte, um Frieden und Stabilität zu wahren. Zugleich rufe China aber zu "friedlichen Mitteln" auf, um das kommunistische Regime Nordkoreas davon abzuhalten, sich Atomwaffen zu beschaffen, zitierten ihn chinesische Staatsmedien.

Zuvor hatte Trump erneut mit einem Alleingang der USA gedroht. Über den Kurznachrichtendienst Twitter schrieb er: "Nordkorea sucht Ärger. Sollte sich China dafür entscheiden, uns zu helfen, dann wäre das großartig." Er fügte hinzu: "Wenn nicht, werden wir das Problem ohne sie lösen." Weiter schrieb der US-Präsident, China im Gegenzug auch Zugeständnisse in Handelsfragen machen zu wollen. "Ich habe dem chinesischen Präsidenten erklärt, dass ein Handelspakt für sie deutlich besser ausfällt, wenn sie das Nordkorea-Problem lösen."

Seit mehr als zehn Jahren verhängt der UN-Sicherheitsrat wegen Atom- und Raketentests Sanktionen gegen das Regime in Pjöngjang. In den vergangenen Wochen haben die Spannungen zwischen dem isolierten kommunistischen Nordkorea und den USA noch zugenommen. Nach mehreren nordkoreanischen Raketentests entsandten die USA einen Flottenverband mit dem Flugzeugträger "USS Carl Vinson" in die Region. Als Reaktion verschärfte Nordkorea am Dienstag den Ton und drohte mit "härtesten Gegenmaßnahmen gegen die Provokateure".

Der US-Marineverband soll voraussichtlich am Wochenende in Gewässern nahe der koreanischen Halbinsel eintreffen. Japans Marine plane eine gemeinsame Übung mit den US-Kriegsschiffen, berichtete am Mittwoch das Verteidigungsministerium in Tokio. Genaueres steht aber noch nicht fest. Japanischen Medienberichten zufolge könnten Übungen im Ostchinesischen Meer oder im Meeresgebiet westlich der japanischen Insel Kyushu stattfinden.

Nordkorea spielt neben dem Streitthema Syrien auch eine Rolle bei dem heiklen Antrittsbesuch von US-Außenminister Rex Tillerson am Mittwoch in Moskau. Der von Russland unterstützte syrische Staatschef Baschar al-Assad hat mutmaßlich erneut Giftgas gegen die eigene Bevölkerung eingesetzt. Trump hat deshalb einen syrischen Militärflughafen bombardieren lassen. Chinas Präsident sagte in dem Telefonat mit Trump, ein Chemiewaffeneinsatz sei "nicht akzeptabel". Die Probleme in Syrien müssten aber auch auf politischem Wege gelöst werden.

Positiv äußerte sich Chinas Präsident in dem Telefonat mit Trump über ihr Gipfeltreffen vergangene Woche in Mar-a-Lago in Florida, das "wichtige Errungenschaften" gebracht habe. Es habe wichtige Übereinstimmung über die Beziehungen in dieser neuen Phase gegeben. Das gegenseitige Verständnis sei verbessert worden. Trump habe das Treffen "erfolgreich" genannt, zitierte der Staatsrundfunk.

China National Radio, Chinesisch

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