"USS John S. McCain"

China protestiert gegen US-Zerstörer im Südchinesischen Meer

+
Die "USS John S. McCain" bei einem Einsatz im Südchinesischen Meer. Foto: Noel Celis, AFP Pool/Archiv

Es war das dritte Manöver dieser Art seit dem Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump. China reagiert verärgert und protestiert scharf gegen das Manöver des US-Kriegsschiffes in den territorial umstrittenen Gewässern des Südchinesischen Meeres.

Peking (dpa) - China hat scharf gegen das Manöver eines US-Kriegsschiffes in territorial umstrittenen Gewässern des Südchinesischen Meeres protestiert.

Der Zerstörer "USS John S. McCain" sei illegal in das Seegebiet um ein Riff der Spratly-Inseln eingedrungen, kritisierte der Sprecher des Außenministeriums, Geng Shuang, in Peking. "Ein solches Vorgehen untergräbt ernsthaft Chinas Souveränität und Sicherheit und gefährdet das Personal beider Seiten an der Frontlinie."

Mit der Durchquerung der Zwölf-Meilen-Zone um die von China beanspruchten, künstlich aufgeschütteten Atolle hatten die USA am Donnerstag für die "Freiheit der Schifffahrt" eintreten wollen. Es war das dritte Manöver dieser Art seit dem Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump im Januar. Das internationale Schiedsgericht in Den Haag hatte die weitreichenden Gebietsansprüche Chinas im Südchinesischen Meer vor einem Jahr als unrechtmäßig abgewiesen.

Die Sprecherin der Pazifikflotte, Nicole Schwegmann, sagte der Deutschen Presse-Agentur, dass sich die US-Streitkräfte bei ihren täglichen Einsätzen in der asiatisch-pazifischen Region, einschließlich des Südchinesischen Meeres, stets an internationales Recht hielten. Das amerikanische Militär demonstriere damit, dass es überall dort, wo es völkerrechtlich erlaubt sei, mit Schiffen fahre und mit Flugzeugen fliege.

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

May: Abstimmung zu Brexit-Deal in der dritten Januarwoche

Theresa May will ihr Abkommen für den EU-Austritt in die Weihnachtsferien retten. Die Chancen, dafür im Parlament eine Mehrheit zu gewinnen kann, scheinen noch weiter zu …
May: Abstimmung zu Brexit-Deal in der dritten Januarwoche

Rechtsextremes Netzwerk in der Frankfurter Polizei enttarnt

Polizisten in Frankfurt sollen rechtem Gedankengut nahe stehen. Wie weit die Vorwürfe gehen, ist unklar. Die Behörden geben sich schweigsam, aber die Empörung ist laut.
Rechtsextremes Netzwerk in der Frankfurter Polizei enttarnt

Russland hat vor Trump-Wahl gezielt US-Wähler beeinflusst

Washington (dpa) - Russland hat einem Bericht des US-Senats zufolge gezielt mit Wort, Bild und Videos in sozialen Netzwerken die Wahl von US-Präsident Donald Trump im …
Russland hat vor Trump-Wahl gezielt US-Wähler beeinflusst

UN-Flüchtlingspakt in New York angenommen

Flüchtlinge sollen "Erfolg haben, nicht nur überleben", hoffen die Autoren des neuen UN-Flüchtlingspakts. Neben humanitärer Nothilfe denken sie auch an Bildung und …
UN-Flüchtlingspakt in New York angenommen

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.