Harte Regeln für Ungeimpfte?

Spahns Ministerium legt neuen Corona-Plan vor - mit Regel-Verschärfungen

Mit welchen Regeln geht Deutschland in den nächsten Herbst und Winter der Coronavirus-Pandemie? Das Ministerium von Jens Spahn legt einen Entwurf vor. Der hat es laut einem Bericht in sich.

München/Berlin - Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte Druck auf Angela Merkel (CDU) gemacht. Die (Noch-) Bundeskanzlerin reagierte, ob davon abhängig oder unabhängig, und verabredete sich mit den Länderchefs zur nächsten Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) für den 10. August. Und damit deutlich früher als ursprünglich angedacht.

Coronavirus-Pandemie in Deutschland: Ministerium von Jens Spahn legt Entwurf für Corona-Regeln vor

Es gilt schließlich, neue Regeln in der Coronavirus-Pandemie zu finden. Und es wird die Frage zu klären sein, ob gegen Corona Geimpfte in Deutschland* künftig Privilegien haben werden im Vergleich zu Ungeimpften oder gar Impfverweigerern. Damit die MPK eine Diskussionsgrundlage vom Bund bekommt, hat das Gesundheitsministerium von Ressortchef Jens Spahn (CDU)* jetzt einen Entwurf für einen möglichen Rahmen in der Pandemie vorgelegt.

Die Bild berichtet von einem entsprechenden Papier aus Spahns Ministerium. In dem Dokument steht demnach, dass „in ganz Deutschland ab Anfang/Mitte September“ Restaurant-Besuche, Hotel-Übernachtungen, Innen-Veranstaltungen und Friseur-Besuche nur noch mit Impf-, Genesenen- oder Testnachweis möglich sein sollen. Damit nicht genug: Ungeimpfte, die keinen Nachweis über eine Genesung erbringen können, dürften zum Beispiel nicht mehr ins Kino oder in ein Wirtshaus.

Coronavirus-Pandemie in Deutschland: Privilegien für Geimpfte? Verschärfungen für Ungeimpfte?

So heißt es zumindest im Bericht der Bild. Konkret: Ungeimpfte seien selbst mit einem negativen Test ausgeschlossen, aus der „3G“-Regel werde eine „2G“-Regel. Dies trete ab einer bestimmten Inzidenz und einer definierten Krankenhaus-Auslastung in Kraft. Weiter soll dagegen im Vorschlag von Spahns Ministerium stehen, dass die Maskenpflicht im ÖPNV bis Frühjahr 2022 gelten soll.

Bis zur Bundestagswahl 2021 am 26. September* wollte die aktuelle Bundesregierung von Kanzlerin Angela Merkel* jedem erwachsenen Bürger ein Impfangebot machen, der oder die sich impfen lassen will. Kurz vor oder nach der Wahl könnten in Deutschland bald gänzlich neue Covid-19-Regeln gelten. Samt Privilegien für Corona-Geimpfte*? Darüber werden zuallererst die Länderchefs beraten müssen. Es dürfte eine hitzige Debatte werden am 10. August, wie gewohnt von einer MPK in der Corona-Krise*. (pm) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Xander Heinl/photothek.de via www.imago-images.de

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