In Bayern dahoam?

„Desaster für Ansehen der Monarchie“: Thai-König residiert während Corona-Krise lieber in Garmischer Luxushotel

Thailändischer Kronprinz Maha Vajiralongkorn
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Maha Vajiralongkorn, König von Thailand (Archivbild).

Während sein Land unter der Corona-Pandemie leidet, ist der „Thai-Kini“ vermehrt in Garmisch-Partenkirchen anzutreffen. Die Kritik wächst.

  • Thailands Herrscher Maha Vajiralongkorn gerät vermehrt in Kritik.
  • Der Thai-König hält sich während der Corona-Pandemie* vermehrt in Garmisch-Partenkirchen auf. 
  • Nicht alle können diesem Verhalten etwas abgewinnen.
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Garmisch-Partenkirchen - Immer wieder sorgt Maha Vajiralongkorn , König von Thailand, für Schlagzeilen. Der Herrscher, der während der Corona-Krise Zeit in einem Luxushotel in Garmisch-Partenkirchen Zeit verbringt und kürzlich durch Reisen mit seinem Privatjet durch Deutschland* auffiel, steht nicht selten in der Kritik.

Auch in Thailand leidet die Bevölkerung unter der Corona-Pandemie. Das Leben steht dort nahezu still. Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Krise sind groß: Gerade die Einbußen in der Tourismusbranche sind für viele Menschen in Thailand existenzbedrohend. Rama X., König von Thailand, lebt stattdessen seit Jahren zumeist in Oberbayern. Den Freistaat prellte er dennoch um rund drei Milliarden Euro - mit einem simplen Trick.

GAP (Bayern): Während Corona-Krise in seinem Land: Thai-König residiert in Luxushotel

Dass sich der Thai-Kini, der im Jahr 2016 den Thron bestieg, zu großen Teilen nicht in Thailand, sondern wohl lieber mit einer Gefolgschaft in einem Luxushotel in Garmisch-Partenkirchen* aufhält, kommt dabei nicht unbedingt gut an und sorgt international für Aufsehen. 

Maha Vajiralongkorn ist zwar durch ein drakonisches Majestätsbeleidigungsgesetz vor jeder Kritik geschützt.  Verstöße können mit bis zu 15 Jahren Haft geahndet werden, berichtet Focus Online. In den sozialen Medien entspinnen sich dennoch Diskussionen über die Monarchie - vor allem junge Thailänder äußern sich kritisch. Viral gingen beispielsweise Memes aus der HBO-Serie „Game of Thrones“, die auf den Thai-König gemünzt werden. 

Corona-Krise in Thailand: Kritik am Verhalten von Maha Vajiralongkorn wächst

Laut RTL übt auch der Thailand-Experte und Menschenrechtsjournalist Andrew MacGregor Marshall Kritik am Verhalten des Thai-Königs* in der Corona-Krise. „Das Verhalten des Königs ist ein Desaster für das Ansehen der thailändischen Monarchie“, wird Mashall unter anderem zitiert. 

Im Internet wird teilweise nicht nur Kritik am Verhalten des Königs selbst, sondern auch an der Monarchie im Ganzen laut. Vor allem die jüngere Generation äußert ihre Bedenken, so Focus Online.

Geäußert hat sich das thailändische Königshaus zu den Vorwürfen bislang nicht. Thailand-Experte Andrew Marshall geht nicht davon aus, dass der Unmut negative Folgen für Maha Vajiralongkorn* haben wird. „Es ist klar, dass der König nicht die Unterstützung der Mehrheit der Thais hat. Aber es wird sehr schwierig, seine Macht herauszufordern, da er die Kontrolle über das Militär hat“, wird Marshall auf Focus Online zitiert.

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Am Donnerstag (6. Mai 2020) gab es wieder Aufregung um den Thai König in Garmisch-Partenkirchen.* Aktivisten statteten ihm einen unangenhmen Besuch ab.

Der Aufenthalt von Thailands König in Garmisch-Partenkirchen bewegt viele Menschen - und manche sind richtig wütend. Landrat Anton Speer bekommt das zu spüren. Mit seiner Königstreue zu weit gegangen ist außerdem ein junger Mann aus Oberbayern. Die Polizei stoppte ihn an einer Raststätte - wo der „Kini von Bayern“ eine kuriose Erklärung parat hatte*.

Kai Pflaume ist eines der bekanntesten TV-Gesichter. Doch er ist auch sehr aktiv auf Instagram. Jetzt hat er die Community mit nach Garmisch-Partenkirchen genommen.

nema

*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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