Problematische Entwicklung

Corona: Merkel und Länderchefs treffen sich wieder - Werden die Maßnahmen jetzt verschärft?

Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Länderchefs werden nächste Woche nach langer Zeit wieder gemeinsam über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise beraten.

  • Die Corona*-Zahlen in Deutschland steigen wieder.
  • Private Partys und Urlaubsrückkehrer sind vermutlich für den Anstieg verantwortlich.
  • Bundeskanzlerin Merkel und die Länderchefs werden das weitere Vorgehen wieder gemeinsam beraten.
  • Hier finden Sie die grundlegenden Fakten zum Coronavirus* und eine Karte mit den aktuellen Fallzahlen in Deutschland.

Berlin - Die Corona-Infektionszahlen in Deutschland steigen wieder deutlich. Die Zahlen sind so hoch wie seit Ende April nicht mehr. Deswegen wird sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) kommende Woche wieder mit den Regierungschefs der Länder über das weitere Vorgehen beraten. Merkel hatte die Praxis nach heftigem Knatsch eigentlich bereits vor Monaten aufgegeben.

Regierungssprecher Steffen Seibert informierte bei der Bundespressekonferenz, dass sich die Kanzlerin und die Ministerpräsidenten der Bundesländer sich in einer Videokonferenz am kommenden Donnerstag über das Thema unterhalten werden. Im Fokus steht vor allem der Umgang mit Reiserückkehrern und das Verhalten bei privaten Feiern.

Corona-Treffen von Merkel und Länderchefs: Seibert spricht von beunruhigender Entwicklung

Weitere konkreten Themen wurden zunächst nicht bekannt. Doch klar schien früh, dass der Termin turbulent werden könnte: Der thüringische Linke-Ministerpräsident Bodo Ramelow übte in einem Interview scharfe Kritik am Kurs von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU).

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldete am Freitag 1427 neue Corona-Fälle. In den Tagen davor lagen die Werte teilweise noch höher. Seibert sprach von einer beunruhigenden Entwicklung. „Wir dürfen jetzt nicht das Erreichte in Gefahr bringen“, warnte er. Jeder habe eine Verantwortung dafür, dass sich alle an die Regeln hielten. Private Feiern, bei denen sich niemand an den Abstand halte, seien „unverantwortlich“. Rückkehrer aus Risikogebieten müssten sich in Quarantäne begeben.

Söder und Tschentscher warnen vor Lockerungen - Corona-Maßnahmen könnten verschärft werden

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) warnte bereits eindringlich vor Lockerungen der Corona-Maßnahmen. „Wir können doch nicht im Ernst in der Situation weitere Lockerungen beschließen“, sagte Söder laut einer Vorabmeldung vom Freitag in einem Interview mit dem Deutschlandfunk, das am Sonntag gesendet werden sollte. Des Weiteren forderte er ein entschiedenes Durchgreifen bei Verstößen gegen die bestehende Regeln wie die Maskenpflicht. Es könnte durchaus sein, dass die Länderchefs und Kanzlerin Merkel die aktuell gültigen Maßnahmen nicht lockern, sondern eventuell wieder verschärfen.

Schon Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) forderte die Bundesregierung auf, die Regeln für Rückkehrer aus Corona-Risikogebieten zu verschärfen. „Alle Risikorückkehrer müssen fünf Tage Quarantäne einhalten und dann einen Test machen“, sagte Tschentscher dem Spiegel. „Erst wenn dieser Test negativ ausfällt, dürfen sie wieder unter die Leute.“ (md/dpa) *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes

Rubriklistenbild: © Bernd von Jutrczenka/dpa

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