Opfer des Medienwandels

Zeitenwende in der CSU: Eine Partei-Institution wird nach 69 Jahren eingestellt

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Diesen Zeiten sind (bald) vorbei: Der damalige CSU-Vorsitzene Horst Seehofer mit einer Bayernkurier-Ausgabe. Seehofer kündigte seinen Rückzug aus der Politik an. Der Bayernkurier wird eingestellt. 

Was zählt ist die Reichweite: Die CSU opfert eine echte Institution. Stattdessen will sich die Partei auf anderen Kanälen verbessern - etwa auch auf YouTube. Ein Seitenhieb gegen die CDU?

München - Kurz vor dem 70. Geburtstag des Blattes im kommenden Jahr wird der Bayernkurier eingestellt. Die gedruckte Ausgabe des traditionsreichen Parteiorgans der CSU werde nicht weiter produziert, kündigte jetzt CSU-Generalsekretär Markus Blume an. Die CSU wolle sich stattdessen voll und ganz auf die digitalen Medien konzentrieren. 

In den sozialen Netzwerken sei die CSU „nicht schlecht unterwegs“, so der Generalsekretär. Nun wolle man sich auf YouTube und ähnlichen Kanälen aber noch deutlich verbessern. Schließlich sei entscheidend, wie man die maximale Reichweite erziele. Dafür brauche man aber Ressourcen, die heute zum Teil anders gebunden seien. „Deswegen sind wir der Meinung, dass es notwendig ist, hier wirklich den Schalter umzulegen.“ 

Der Bayernkurier wird eingestellt.

CSU Zeitschrift Bayernkurier wird eingestellt - „Die Zeiten sind vorbei“

Zwar sollten analoge Formate weiter dazugehören. „Aber die Zeiten, wo man sich ein sehr gut gemachtes Hochglanzmagazin leisten kann, während man im Digitalen tatsächlich noch weitere Gehhilfen braucht, diese Zeiten sind vorbei“, räumte Blume ein. Deshalb soll die Zeitschrift Bayernkurier noch in diesem Jahr eingestellt werden.

Lesen Sie auch: Seehofer erklärt Abschied aus der Politik - „Das reicht dann ...“

CDU-Parteichefin AKK in der YouTube-Debatte weiter in Kritik

Gerade in den Sozialen Medien steht die größere Parteischwester CDU derzeit in Kritik - und wirkt in der Diskussion um das kritische Video von YouTube-Star Rezo zunehmend hilflos. Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) geriet wegen Äußerungen über die „Meinungsmache“ von YouTube-Stars in die Schlagzeilen. Außerdem kritisierte Moderator Frank Buschmann ein CDU-Parteimitglied scharf für dessen Äußerungen gegenüber Erstwählern.

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