Lücken sollen geschlossen werden

CSU will Mütterrente ausweiten

"Wir wollen gezielt etwas tun, um Altersarmut zu vermeiden": Emilia Müller. Foto: Sven Hoppe/Archiv
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«Wir wollen gezielt etwas tun, um Altersarmut zu vermeiden»: Emilia Müller. Foto: Sven Hoppe/Archiv

München - Die CSU will die Mütterrente ausweiten. Mütter, die vor 1992 Kinder zur Welt gebracht haben, sollen denen mit jüngeren Kindern gleichgestellt werden.

Dies sei Teil des neuen Rentenkonzepts von Bayerns Sozialministerin Emilia Müller (CSU), berichtet der «Münchner Merkur». Die Kosten lägen laut Deutscher Rentenversicherung bei rund 6,5 Milliarden Euro pro Jahr. Rund 9,5 Millionen Frauen wären betroffen.

Schon in der laufenden Legislatur hatte die schwarz-rote Koalition eine Verbesserung für Mütter älterer Kinder beschlossen. Ihnen werden bei der Rente nun zwei Erziehungsjahre anerkannt - und damit eines mehr als zuvor. Müttern, deren Kinder nach 1992 zur Welt kamen, werden allerdings drei Jahre angerechnet. Dem Bericht zufolge will die CSU nun das dritte Erziehungsjahr bei allen anerkennen. Laut Rentenversicherung würde das einzelnen Müttern 30,45 Euro pro Monat und Kind zusätzlich bringen.

«Wir wollen gezielt etwas tun, um Altersarmut zu vermeiden. Betroffen sind vor allem Frauen, Mütter, Alleinerziehende und Erwerbsgeminderte»,sagte Müller dem «Münchner Merkur». Die stellvertretende CSU-Chefin und Vorsitzende der bayerischen Frauen-Union, Angelika Niebler, betonte: «Die Anerkennung des dritten Erziehungsjahres ist eine Frage der Gerechtigkeit.» Gerade ältere Mütter hätten Lücken in ihrer Erwerbsbiografie. Heute profitierten Mütter dagegen stärker von flexiblen Arbeitszeitmodellen und externer Betreuung.

Rentenversicherung zur Mütterrente

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