„Persönlich verantwortlich“

Darum fordert ein CSU-Ortsverband Seehofers Rücktritt

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Ein CSU-Ortsverband fordert nun den Rücktritt Horst Seehofers von der Parteispitze.

Nach den großen Verlusten der CSU bei der Bundestagswahl kommen an der Parteibasis nun auch Stimmen auf, die den Rücktritt von Horst Seehofer als Parteichef fordern.

Fürth - An der CSU-Basis bricht sich nach dem Debakel bei der Bundestagswahl Ärger über Parteichef Horst Seehofer Bahn. Der mittelfränkische CSU-Ortsverband Großhabersdorf aus dem Landkreis Fürth forderte am Montag Seehofers Rücktritt. „Horst Seehofer hat als Parteivorsitzender das historisch katastrophale Abschneiden der CSU bei der Bundestagswahl persönlich zu verantworten“, kritisierten die Ortsvorstände in einer Erklärung am Montag.

Der Vorsitzende Thomas Zehmeister und seine Vorstandskollegen werfen Seehofer einen „Schlingerkurs“ im Verhältnis zu Kanzlerin Angela Merkel (CDU) vor und halten die Reaktivierung von Ex-Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg im Wahlkampf für einen Fehler. Guttenbergs Auftritte hätten Innenminister Joachim Herrmann als Spitzenkandidat und die Sicherheitspolitik als Markenkern der CSU in den Hintergrund gedrängt.

Weitere Kritikpunkte: Der Parteivorsitzende habe sich durch undurchsetzbare Forderungen und Drohungen bis hin zur Aufkündigung der Koalition unglaubwürdig gemacht. Ein „dermaßen schwacher Parteivorsitzender“ könne die CSU-Kernforderungen in Berlin kaum durchsetzen.

Alle aktuellen Informationen zur Bundestagswahl finden Sie in unserem Live-Ticker.

dpa/lby

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