"Bündnis Chemnitz Nazifrei"

Demonstrationen gegen Neonazi-Aufmarsch in Chemnitz

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Teilnehmer einer Demonstration gegen Rechtsextreme versammeln sich im Zentrum von Chemnitz. Foto: Hendrik Schmidt

Chemnitz (dpa) - In Chemnitz hat sich Protest gegen einen Neonazi-Aufmarsch an diesem Samstag formiert. Weder die Polizei noch die Veranstalter machten zunächst Angaben zur Teilnehmerzahl. Augenzeugen berichten von Hunderten Menschen.

Zu den Demonstrationen gegen eine Veranstaltung der rechtsextremen NPD-Nachwuchsorganisation Junge Nationaldemokraten hatten das "Bündnis Chemnitz Nazifrei" und der Studentenrat der Technischen Universität Chemnitz aufgerufen. Die Demonstration des Studentenrats verlief ohne weitere Zwischenfälle, wie eine Polizeisprecherin sagte.

An der Veranstaltung der rechtsextremen Organisation nahmen nach Berichten von dpa-Reportern und anderen Augenzeugen schätzungsweise 250 Menschen teil.

Die Polizei war mit einem Großaufgebot vor Ort, um ein Aufeinandertreffen der Demonstranten der unterschiedlichen Veranstaltungen zu vermeiden. Einsatzkräfte aus mehreren Bundesländern wie Bayern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen sowie Thüringen unterstützten die sächsische Polizei.

Zeitgleich zu den Demonstrationen findet in der Innenstadt anlässlich des Kindertages ein Familienfest mit vielen einzelnen Veranstaltungen statt. Auch Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) nahm daran teil.

Auch in Dortmund kam es immer wieder zu Protesten, nachdem in der Innenstadt ein Geschäft eröffnet hatte, das eine bestimmte Bekleidungsmarke verkauft. Wie ruhr24.de* berichtet, hat die Stadt Dortmund den umstrittenen Neonazi-Laden jetzt mit sofortiger Wirkung dicht gemacht.

*ruhr24.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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