DGB-Jugend: Ausbildungsbetriebe im Werra-Meißner-Kreis müssen attraktiver werden

Rund 400 Jugendliche brechen Ausbildungssuche ab"Die Unternehmen im Werra-Meißner-Kreis müssen ihre Attraktivität steigern und mehr um Ausbild

Rund 400 Jugendliche brechen Ausbildungssuche ab

"Die Unternehmen im Werra-Meißner-Kreis müssen ihre Attraktivität steigern und mehr um Ausbildungssuchende werben", fordert Jugendbildungsreferent André Schönewolf für die DGB-Jugend Nordhessen. Bereits jetzt – ein Vierteljahr vor Ausbildungsbeginn - sind rund 400 Ausbildungssuchende nicht mehr in der Vermittlung für einen Ausbildungsplatz. Das ergibt sich aus der heute vorgestellten Mai-Statistik der Arbeitsagentur Kassel, zu der auch der Altkreis Witzenhausen gehört. Das heißt, dass diese Jugendlichen, die in der Statistik "Bewerber mit Alternative" genannt werden, sich für etwas anderes als eine Ausbildung entschieden haben.

Die überwiegende Mehrheit von ihnen gehe länger zur Schule oder studiere. Knapp 100 Jugendliche beginnen aber auch ihren Berufseinstieg ohne eine berufliche Ausbildung, erläutert Schönewolf. Angesichts von insgesamt 4177 gemeldeten Bewerberinnen und Bewerbern im Agenturbezirk sei diese Zahl viel zu hoch, so die DGB-Jugend Nordhessen.

Offensichtlich fehlten also in erster Linie nicht Bewerberinnen und Bewerber. Schönewolf: "Vielmehr sind einige Ausbildungsberufe oder die Betriebe nicht attraktiv genug für viele Ausbildungssuchende. Betrachtet man die nachweisbare mangelhafte Ausbildungsqualität in einigen Branchen können wir diese Entscheidung der Jugendlichen nachvollziehen." Viel zu geringe Ausbildungsvergütungen, Überstunden, schlechte Anleitung und keine Übernahme nach der Ausbildung müssten ein Ende haben.

Auch die Arbeitsagentur müsse weiter für die Jugendlichen tätig bleiben, dienoch nicht in eine Ausbildung vermittelt wurden, bekräftigt Schönewolf. Werjetzt schon ohne Ausbildung direkt in die Erwerbstätigkeit gehe, dürfe nicht ein Leben lang un- oder angelernt bleiben. Die Arbeitsagentur habe gerade für diese Jugendlichen eine hohe Verantwortung und müsse sich weiter um deren Vermittlung in eine Ausbildung bemühen.

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