Wählerbefragung

Diese Auswirkungen hat die Krise in Niedersachsen auf SPD-Kandidat Schulz

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Martin Schulz.

Nach einer Umfrage sieht jeder zweite Deutsche die Niedersachsen-Krise als Belastung für SPD-Chef Schulz. Wie gefährlich kann ihm das politische Dilemma werden?

Die politische Krise in Niedersachsen belastet nach Meinung der Hälfte der Deutschen auch den laufenden Bundestagswahlkampf von SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz. 50,7 Prozent der Befragten vertraten in einer am Dienstag veröffentlichten Insa-Umfrage für die "Bild"-Zeitung diese Auffassung. 22 Prozent sahen keine Folgen. In aktuellen Umfragen rutschte Martin Schulz mit der SPD weiter hinter die Union.

Die niedersächsische Regierung von Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hatte durch den Übertritt einer Grünen-Abgeordneten zur CDU am Freitag ihre Einstimmenmehrheit verloren, daraufhin wurde für den 15. Oktober eine vorgezogene Neuwahl angesetzt. Zudem erhebt die CDU nach Berichten über eine angebliche Einflussnahme des Autobauers Volkswagen auf eine Regierungserklärung Weils im Jahr 2015 schwere Vorwürfe gegen den Ministerpräsidenten.

Die Landesregierung in Hannover wies die ursprünglich in einem Bericht der "Bild am Sonntag" erhobenen Vorwürfe als "grob verzerrend und irreführend" zurück und veröffentlichte einen Redevergleich und interne E-Mails. Der Vorgang war nach ihren Angaben zudem schon vor rund einem Jahr im Wirtschaftsausschuss des Landtags "umfassend" mit allen Fraktionen beraten worden.

Die Hälfte der Befragten gaben laut "Bild" zugleich allerdings an, dass Krisen in Bundesländern ihre eigene Wahlentscheidung auf Bundesebene nicht beeinflussten. 38 Prozent sahen dies aber anders. Das Meinungsforschungsinstitut befragte am Montag im Auftrag der Zeitung bundesweit 1007 wahlberechtigte Deutsche.

AFP

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