Alle Augen auf Pjöngjang

Diese große Sorge treibt Außenminister Gabriel wegen Nordkorea um

+
Die von der Regierung Nordkoreas am 30.08.2017 verbreitete Aufnahme soll den Start einer ballistischen Mittelstreckenrakete des Typs "Hwasong-12" am 29.08.2017 in Pjöngjang, Nordkorea, zeigen.

Angesichts des Atomprogramms, das der nordkoreanische Machthaber Kim-Jon Un kompromisslos vorantreibt, treibt den deutschen Außenminister Sigmar Gabriel eine große Sorge um.

Berlin/Pjöngjang - Bundesaußenminister Sigmar Gabriel (SPD) hat vor einem "neuen atomaren Wettrennen" gewarnt, wenn das nordkoreanische Atomwaffenprogramm nicht gestoppt werden kann. Sollte sich das Regime in Pjöngjang damit durchsetzen, "wird das Schule machen", warnte Gabriel im Magazin "Stern". "Andere Länder werden nachziehen, auch in Afrika, auch in unserer Nachbarschaft. So wird die Welt ein Pulverfass."

Gabriel sprach sich neben den vom UN-Sicherheitsrat verhängten Sanktionen auch für diplomatische Bemühungen aus, um den Konflikt mit Nordkorea zu entschärfen. Der Außenminister verwies dabei auf das Beispiel Iran: Mit einem "doppelten Ansatz von Wirtschaftssanktionen und Verhandlungen" sei es gelungen, das iranische Atomprogramm zu stoppen.

Dies könne auch im Fall Nordkoreas gelingen, sagte Gabriel. "Wir Europäer können Teil einer diplomatischen Lösung sein. Wir haben Gesprächskanäle nach Pjöngjang", fügte der Außenminister hinzu. Wichtig sei in diesem Zusammenhang aber auch eine Normalisierung des Verhältnisses zu Russland.

Gabriel lobte ausdrücklich das Vorgehen von US-Außenminister Rex Tillerson. Dieser habe dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un "ein weitreichendes und kluges Angebot gemacht". Wenn Nordkorea auf die Entwicklung von Atomwaffen verzichte, seien die USA im Gegenzug zu Garantien bereit, wonach es in Nordkorea keine militärische Intervention geben werde. "Das ist die Richtung, in die wir gehen müssen", sagte Gabriel.

AFP

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

News-Ticker: Schulz kündigt harte Verhandlungen an - Kritik von FDP-Chef Lindner

Es ist schon jetzt die längste Regierungsbildung in der Geschichte der Bundesrepublik. Nun gibt es Licht am Ende des Tunnels: Die SPD fällt einen staatstragenden …
News-Ticker: Schulz kündigt harte Verhandlungen an - Kritik von FDP-Chef Lindner

SPD ringt sich zu Koalitionsverhandlungen durch

Es ist schon jetzt die längste Regierungsbildung in der Geschichte der Bundesrepublik. Nun flackert Licht am Ende des Tunnels auf. Nach einer Zitterpartie fällt die …
SPD ringt sich zu Koalitionsverhandlungen durch

Mindestens 24 Tote bei Talibanangriff auf Hotel in Kabul

Zwei der Attentäter kommen ins Restaurant des schwer gesicherten Luxushotels und bestellen Essen. Dann schießen sie. Andere rennen von Tür zu Tür und suchen Ausländer, …
Mindestens 24 Tote bei Talibanangriff auf Hotel in Kabul

Dramatische Szenen bei Attacke auf Hotel: 24 Tote bestätigt - 14 Ausländer

Nach mehr als 13 Stunden ist der Angriff von bewaffneten Männern auf das Hotel Intercontinental in der afghanischen Hauptstadt Kabul blutig zu Ende gegangen.
Dramatische Szenen bei Attacke auf Hotel: 24 Tote bestätigt - 14 Ausländer

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.