Neuregelung soll kommen

Dobrindt will Tablet-Nutzung am Steuer verbieten

WhatsApp hat im fahrenden Auto nichts zu suchen - immer mehr Autofahrer halten sich aber nicht daran. Foto: Monika Skolimowska
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WhatsApp hat im fahrenden Auto nichts zu suchen - immer mehr Autofahrer halten sich aber nicht daran. Foto: Monika Skolimowska
Im Blindflug durch den Verkehr: Immer mehr Autofahrer schreiben Textnachrichten, während sie in voller Fahrt unterwegs sind. Foto: Arno Burgi
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Im Blindflug durch den Verkehr: Immer mehr Autofahrer schreiben Textnachrichten, während sie in voller Fahrt unterwegs sind. Foto: Arno Burgi
Richtig verbunden: Wie hier in der Mercedes C-Klasse wird das Handy immer häufiger in das Infotainment-System eingebunden. Foto: Daimler
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Richtig verbunden: Wie hier in der Mercedes C-Klasse wird das Handy immer häufiger in das Infotainment-System eingebunden. Foto: Daimler
Neben der Handy-Nutzung am Steuer soll nun auch der Griff zum Tablet verboten werden. Foto: Bernd Weissbrod
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Neben der Handy-Nutzung am Steuer soll nun auch der Griff zum Tablet verboten werden. Foto: Bernd Weissbrod
Eine Hand am Smartphone, die andere am Lenkrad: Das ist lebensgefährlich. Foto: Holger Hollemann
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Eine Hand am Smartphone, die andere am Lenkrad: Das ist lebensgefährlich. Foto: Holger Hollemann
Will laut einem Medienbericht das bereits bestehende Handyverbot am Steuer deutlich ausweiten: Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt. Foto: Wolfgang Kumm
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Will laut einem Medienbericht das bereits bestehende Handyverbot am Steuer deutlich ausweiten: Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt. Foto: Wolfgang Kumm

Autofahrern mit dem Handy am Ohr droht ein Bußgeld. Aber gilt das auch, wenn man während der Fahrt ein Tablet benutzt? Bislang ist das nicht eindeutig geregelt. Doch Verkehrsminister Dobrindt will für Klarheit sorgen.

Berlin (dpa) - Das Handyverbot am Steuer soll deutlich ausgeweitet werden. Künftig sollen auch die Nutzung von Tablets, E-Book-Readern und Videobrillen sowie Tätigkeiten wie das SMS-Schreiben während der Fahrt ausdrücklich verboten werden.

Das geht aus Gesetzesplänen von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) hervor, die der Deutschen Presse-Agentur (dpa) vorliegen und über die zuerst die "Bild"-Zeitung berichtet hatte.

"Ablenkung ist eines der größten Unfallrisiken, das vermeidbar und unnötig ist", erklärte Dobrindt. Deshalb müssten die Verkehrsregeln an die neuen technischen Entwicklungen angepasst werden. Bislang ist in der Straßenverkehrsordnung während der Fahrt lediglich das Halten eines Mobil- oder Autotelefons ausdrücklich untersagt. Ansonsten heißt es in Paragraf 23 nur ganz allgemein: "Wer ein Fahrzeug führt, ist dafür verantwortlich, dass seine Sicht und das Gehör nicht (...) beeinträchtigt werden."

Mit der geplanten Reform will Dobrindt auch die Strafen anheben, falls Autofahrer die verbotenen elektronischen Geräte am Steuer benutzen. Das normale Bußgeld soll von 60 auf 100 Euro steigen, bei schweren Verstößen sind 200 Euro möglich. Bei Sachbeschädigung oder der Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer droht sogar ein einmonatiges Fahrverbot. Radfahrer, die unterwegs telefonieren, sollen statt 25 Euro künftig 55 Euro zahlen.

Technik, die die Verkehrssicherheit nicht beeinträchtigt oder sogar erhöht, soll hingegen ausdrücklich erlaubt werden. Das gilt etwa für die Nutzung von Sprachsteuerungen, Vorlesefunktionen und von sogenannten Head-Up-Displays, die Fahrzeug- oder Verkehrszeichen-Informationen auf die Windschutzscheibe projizieren.

Die bisherige Straßenverkehrsordnung

Verkehrspsychologe hält Tablet-Verbot für Schnellschuss

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