Interview mit Fox News

Trump hat keine Einwände gegen deutsche Geschäfte mit dem Iran

+
US-Präsident Donald Trump.

Trotz seines Konfrontationskurses in der Iran-Politik hat US-Präsident Donald Trump keine Einwände gegen die wachsenden Iran-Geschäfte der deutschen Wirtschaft.

"Der Iran kauft in Deutschland und Frankreich Waren für Milliarden Dollar", sagte Trump in einem am Sonntag ausgestrahlten Interview mit dem Sender Fox News. "Ich habe ihnen gesagt: Macht ruhig weiter Geld, macht Euch keine Sorgen."

Der frühere Immobilienhändler verband seine Äußerungen zum Iran-Handel mit einer Freundschaftserklärung an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron: "Das sind Freunde. Wahre Freunde. Ich verstehe mich mit allen, ob es nun Emmanuel ist oder Angela."

Donald Trump hatte sich Mitte Oktober geweigert, die Einhaltung des Atom-Abkommens durch den Iran zu bestätigen und die Entscheidung darüber an den Kongress überwiesen. Der US-Präsident will das Abkommen neu verhandeln und drohte damit, die Vereinbarung von 2015 zu einem späteren Zeitpunkt aufzukündigen. Die EU steht hinter dem Abkommen und will im US-Kongress für ein Festhalten an der Vereinbarung werben.

Der Atom-Deal hatte auch zu einer Aufhebung von Sanktionen geführt, die zuvor den iranischen Außenhandel deutlich beschränkt hatten. Der Handelsaustausch mit Deutschland profitierte davon, er ist 2016 laut Bundeswirtschaftsministerium stark angestiegen. Das deutsch-iranische Handelsvolumen betrug demnach im vergangenen Jahr rund drei Milliarden Euro. Die deutschen Exporte in den Iran stiegen dabei um 26 Prozent auf 2,6 Milliarden Euro.

Im ersten Halbjahr 2017 betrug das deutsch-iranische Handelsvolumen dem Ministerium zufolge bereits mehr als 1,6 Milliarden Euro, wobei die deutschen Exporte um weitere 23 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stiegen.

AFP

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Facebook und Twitter löschen hunderte Propaganda-Accounts

Erst Microsoft, jetzt Facebook und Twitter. Fast wirkt es wie eine konzertierte Aktion, in der die beiden sozialen Netzwerke und der Software-Konzern gegen Hacker, …
Facebook und Twitter löschen hunderte Propaganda-Accounts

UN-Vetomächte warnen Syrien vor neuem Chemiewaffeneinsatz

Die USA, Frankreich und Großbritannien haben Konsequenzen angekündigt, falls bei der syrischen Offensive in Idlib Chemiewaffen eingesetzt werden.
UN-Vetomächte warnen Syrien vor neuem Chemiewaffeneinsatz

Trump-Vertraute Cohen und Manafort schuldig gesprochen

Zwei enge Vertraute von US-Präsident Donald Trump müssen wohl ins Gefängnis: Eine Jury spricht den Ex-Wahlkampfmanager Paul Manafort schuldig. Ex-Anwalt Michael Cohen …
Trump-Vertraute Cohen und Manafort schuldig gesprochen

Neuseeländische Frauenministerin bringt Sohn zur Welt

Wellington (dpa) - Die neuseeländische Frauenministerin Julie Anne Genter hat ihr erstes Kind zur Welt gebracht. Die 38-Jährige gab über ihr Instagram-Konto bekannt, …
Neuseeländische Frauenministerin bringt Sohn zur Welt

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.