„Korrupteste Wahl in der Geschichte“

Donald Trump setzt erneut umstrittene Briefwahl-Posts ab - Facebook reagiert, Twitter schweigt

US-Präsident Donald Trump beantwortet bei einer Pressekonferenz zur Corona-Pandemie Fragen der Journalisten. 
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Facebook hat auf einen umstrittenen Briefwahl-Post von US-Präsident Donald Trump reagiert.

Erneut sorgt US-Präsident Donald Trump mit einem umstrittenen Briefwahl-Post für Wirbel. Das soziale Netzwerk Facebook hat reagiert, Twitter zeigt sich hingegen ungewohnt zurückhaltend.

  • US-Präsident Donald Trump* setzte am Dienstag (Ortszeit) einen umstrittenen Facebook-Post zur Briefwahl ab.
  • Es ist nicht der erste Präsidenten-Post, der für Schlagzeilen sorgte.
  • Facebook hat nun auf Trumps jüngsten Beitrag reagiert, und ihn mit einem Hinweis versehen. Zuvor war das Unternehmen in die Kritik geraten, weil es bislang hinsichtlich umstrittener Trump-Posts nicht aktiv geworden ist.

Washington - Umstrittene Postings von US-Präsident Donald Trump* sind schon lange keine Seltenheit mehr. Dass auch das soziale Netzwerk Facebook postwendend darauf reagiert, ist allerdings neu. Nachdem die Plattform wegen ihrem Umgang mit umstrittenen Äußerungen von Trump zuvor immer wieder in der Kritik stand, hat sie nun einen Beitrag des US-Präsidenten zur Briefwahl mit den offiziellen Wahlregelungen verlinkt. „Briefwahl wird, sofern sie nicht von den Gerichten geändert wird, zur korruptesten Wahl in der Geschichte unserer Nation führen!“, hatte Trump am Dienstag (Ortszeit) in einem Facebook-Post behauptet. Das Netzwerk versah die Äußerung mit einem Link, der Nutzer zu einer Regierungsseite mit Informationen zur Stimmabgabe bei den US-Wahlen am 3. November leitet.

Facebook wegen ausbleibender Reaktion auf umstrittene Trump-Posts zuletzt in der Kritik

Erst vor wenigen Wochen war Facebook heftig kritisiert worden, weil das Netzwerk umstrittene Äußerungen von Trump nicht von der Plattform nahm oder als problematisch markierte. Facebook-Chef Mark Zuckerberg war von Trump-Äußerungen persönlich abgerückt, erklärte aber gleichzeitig, dass sie im öffentlichen Interesse weiter zugänglich sein müssten.

Das Netzwerk hatte daraufhin angekündigt, unter anderem Beiträge von Trump und seinem demokratischen Rivalen Joe Biden zum Wahlkampf mit Zusatzinformationen zu versehen. Zuletzt wurden auch Beiträge Bidens entsprechend verlinkt. Trump veröffentlichte den Post zu den Briefwahlen auch bei Twitter. Dort wurde er nicht mit einem Warnhinweis versehen.

Trump lehnt trotz Corona-Risiken die Briefwahl ab

Der amtierende US-Präsident lehnt trotz der anhaltenden Corona-Pandemie* eine Abstimmung vor allem per Briefwahl ab. Zuletzt hatte er im Gespräch mit Fox News gesagt, dass eine Zunahme der Briefwahl „die Wahl manipulieren“ werde. Konkrete Belege dafür hat er bislang allerdings nicht vorgelegt. Die US-Demokraten schätzen die Briefwahl als Option, weil damit möglicherweise mehr ihrer Anhänger abstimmen werden.

Übrigens: Trump befindet sich schon länger im Zwist mit sozialen Netzwerken. Besonders mit dem Mediendienst Twitter lieferte er sich in den vergangenen Wochen eine regelrechte Online-Schlacht. Wiederholt hat der US-Präsident daraufhin gedroht, soziale Netzwerke schließen zu lassen. Dazu kam es schließlich nicht, doch der New Yorker unterschrieb ein Dekret, das die Online-Dienste stärker reglementieren soll. Zuvor hatte Twitter mehrmals Posts des Präsidenten mit Warnhinweisen versehen. Warum Facebook Twitter im jüngsten „Problem-Post" des Präsidenten zuvorkommt, ist daher verwunderlich. Weitere Informationen zum Zoff zwischen Trump und Twitter erhalten Sie im nachfolgenden Video. (dpa/cia) *Merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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