Eltern kämpfen

Drama um Baby Charlie: Trump will todkrankem Jungen helfen

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Baby Charlie im Krankenhaus. Das von der Familie zur Verfügung gestellte undatierte Foto zeigt das Baby Charlie Gard in der Kinderklinik Great Ormond Street Hospital in London.

US-Präsident Donald Trump hat sich in den hochemotionalen Streit um das unheilbar kranke britische Baby Charlie Gard eingeschaltet und dessen Eltern seine Hilfe angeboten. 

Washington -  "Wenn wir dem kleinen Charlie Gard helfen können, wie es unsere Freunde in Großbritannien und der Papst möchten, würden wir uns freuen, dies zu tun", schrieb Trump am Montag im Kurzmitteilungsdienst Twitter.

Das zehn Monate alte Baby leidet an einer seltenen genetischen Krankheit, sein Gehirn ist stark geschädigt. Die behandelnden Ärzte am Londoner Krankenhaus Great Ormond Street hatten daher die Abschaltung der lebenserhaltenden Geräte beantragt. Die Ärzte und andere Experten halten eine Heilung für ausgeschlossen. Baby Charlie darf jetzt sterben, titelte die tz.de

Eltern wollen Baby Charlie nicht sterben lassen

Die Eltern Chris Gard und Connie Yates wehrten sich jedoch dagegen, ihr Kind sterben zu lassen. Sie wollen Charlie mit einer experimentellen Methode in den USA behandeln lassen und sammelten dafür im Internet bereits zahlreiche Spenden. Außerdem rief das britische Paar den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte an. Dieser entschied am Dienstag vergangener Woche, dass die Beatmung und andere lebenserhaltende Maßnahmen bei Charlie eingestellt werden müssen.

Das wünscht Papst Franziskus den Eltern

Am Sonntag hatte sich Papst Franziskus in den Streit eingeschaltet. Er erklärte, er verfolge die Angelegenheit "mit Anteilnahme". Er bete für Charlies Eltern und hoffe, "dass ihr Wunsch, ihr Kind bis zum Ende zu begleiten und für es zu sorgen, nicht missachtet" werde. Ebenfalls am Sonntag demonstrierten etwa hundert Menschen in London für eine Weiterbehandlung des Kindes. Sie riefen "Rettet Charlie Gard", auf einem Spruchband stand "Mörder" geschrieben.

“To defend human life, above all when it is wounded by illness, is a duty of love that God entrusts to all.” @franciscus

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*tz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

AFP

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