IS reklamiert Taten für sich

Dutzende neue Festnahmen nach Anschlägen in Sri Lanka

Ein Polizist bewacht einen Tatort in Kalmunai. Nach den verheerenden Osteranschlägen in Sri Lanka hat sich der IS auch zum jüngsten Blutvergießen an der Ostküste des Landes bekannt. Foto: Gemunu Amarasinghe/AP
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Ein Polizist bewacht einen Tatort in Kalmunai. Nach den verheerenden Osteranschlägen in Sri Lanka hat sich der IS auch zum jüngsten Blutvergießen an der Ostküste des Landes bekannt. Foto: Gemunu Amarasinghe/AP

Colombo (dpa) - Eine Woche nach den Anschlägen in Sri Lanka sind im Zuge der Ermittlungen 48 weitere Verdächtige festgenommen worden. Sri Lankas Premierminister Ranil Wickremesinghe teilte am Sonntag mit, es seien erneut Waffen und Sprengstoff sichergestellt worden. Zuvor waren bereits mehr als 70 Verdächtige in Gewahrsam.

Unter den neu Festgenommenen war auch ein Mann, dessen zwei Brüder am Ostersonntag Selbstmordattentate verübt hatten. Bei dem Mann seien zwei Schwerter gefunden worden, teilte die Polizei am Sonntag mit. Der Vater der drei Brüder ist ein reicher Gewürzhändler. Auch die Frau von einem der drei Brüder hatte sich am Ostersonntag in die Luft gesprengt - in einem Haus in einem Vorort der Hauptstadt Colombo.

Nachdem sich in der Nacht zum Samstag in einem Haus an der Ostküste des Landes mindestens drei weitere Selbstmordattentäter in die Luft gesprengt hatten, wurden zwei verletzte Überlebende als Ehefrau und vierjährige Tochter des mutmaßlichen Drahtziehers der Osteranschläge identifiziert. Der Vater und zwei Brüder des mutmaßlichen Drahtziehers, Mohammed Zaharan, waren unter den 15 Toten.

Der Hassprediger Zaharan gilt als Gründer der sri-lankischen Islamistengruppe National Thowheeth Jamaath, die für die Anschläge verantwortlich gemacht wird. Er hatte sich am Ostersonntag in einem Luxushotel in die Luft gesprengt. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hatte die Anschläge in der Nacht zum Samstag, ebenso wie die Osteranschläge, für sich reklamiert.

Bei den Anschlägen von neun Selbstmordattentätern auf drei Kirchen, drei Luxushotels und zwei weitere Orte waren am Ostersonntag mehr als 250 Menschen ums Leben gekommen, darunter viele Kinder und mindestens 40 Ausländer.

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