“Nicht zurechnungsfähig“

Am Eiffelturm: Mann zückt ein Messer und schreit „Allahu Akbar“

Ein Terrorverdächtiger, der am Samstag am Pariser Eiffelturm nach Medienberichten mit einem Messer gedroht und „Allahu Akbar“ gerufen hatte, ist aus dem Polizeigewahrsam entlassen worden.

Der Messerangreifer vom Pariser Eiffelturm ist in die Psychiatrie eingewiesen worden. Der 19-Jährige sei von einem Psychiater als nicht zurechnungsfähig eingestuft worden, teilte die Pariser Staatsanwaltschaft am Dienstag mit. Der junge Mann wurde deswegen aus dem Polizeigewahrsam entlassen und in eine Fachklinik nördlich von Paris gebracht, in der er zuvor schon monatelang behandelt worden war.

Der in Mauretanien geborene Franzose hatte am späten Samstagabend am Eiffelturm ein Messer gezückt und "Allah ist groß" geschrien. Patrouillierende Soldaten forderten ihn auf, das Messer wegzulegen, er ließ sich widerstandslos festnehmen. Verletzt wurde niemand. Nach eigenen Angaben war der Mann von einem Mitglied der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) zu einem Angriff auf Soldaten angestiftet worden. Die Pariser Staatsanwaltschaft hat Terrorermittlungen eingeleitet.

Der 19-Jährige leidet schon seit Jahren unter psychischen Problemen. Vor Monaten wurde er in eine Psychiatrie eingewiesen. Am vergangenen Wochenende durfte er die Klinik verlassen, um seine Familie zu besuchen.

In Frankreich sind seit Anfang 2015 bei islamistischen Anschlägen 239 Menschen getötet worden. Befürchtet werden neue Attacken unter anderem an Touristenattraktionen wie dem Eiffelturm.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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