Unterstützung im Nahost-Konflikt

Einflussnahme im Libanon: Warnung an Iran und Saudi-Arabien

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Präsident Macron beim Treffen mit Libanons Premier Hariri und Amina Mohammed von der UNO.

Der Libanon wurde zuletzt Schauplatz für Machtspiele zwischen den rivalisierenden Mächten Iran und Saudi-Arabien. Nun erhält das kleine Land am Mittelmeer vermehrt Unterstützung aus Europa.

Der französische Präsident Emmanuel Macron hat die Regionalmächte Iran und Saudi-Arabien vor einer Einflussnahme im Libanon gewarnt. Macron sagte am Freitag bei einer Unterstützer-Konferenz für den Libanon in Paris, alle Akteure in dem Land und in der Region müssten das "Prinzip der Nicht-Einmischung achten". "Die Stabilität des Libanon ist nicht nur für seine Bewohner wichtig, sondern für die gesamte Region", betonte Macron. Ziel sei, die Institutionen im Libanon bis zur Parlamentswahl im kommenden Mai zu festigen.

Frankreich und Deutschland unterstützen den Libanon wirtschaftlich

An dem Pariser Treffen nimmt auch der libanesische Ministerpräsident Saad Hariri teil. Dieser betonte: "Alle im Libanon wünschen sich, unsere Demokratie zu retten." Im Laufe des Tages waren Gespräche mit US-Außenminister Rex Tillerson geplant, der sich ebenfalls in Paris aufhält. Für die UNO nimmt die stellvertretende Generalsekretärin Amina Mohammed teil. Macron arbeitet nach eigenen Angaben gemeinsam mit Deutschland und internationalen Finanzinstitutionen wie der Weltbank daran, den Libanon auch wirtschaftlich zu unterstützen. 

Im ersten Quartal 2018 sei eine Geberkonferenz angedacht, sagte der Präsident. Hariri hatte am 4. November in der saudiarabischen Hauptstadt Riad überraschend seinen Rücktritt erklärt und damit eine Regierungskrise ausgelöst. Am vergangenen Dienstag widerrief er seinen Rückzug dann wieder. International wird befürchtet, dass der Libanon im Konflikt zwischen den gegnerischen Regionalmächten Iran und Saudi-Arabien zum Spielball werden könnte.

AFP

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