Einstimmig für Quanz und Franz

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Dieter Franz (li.) und Lothar Quanz wollen wieder fuer die SPD bei der naechsten Landtagswahl antreten.. Fotomontage: Apel

Werra-Meißner. Der Beschluss des Vorstandes der SPD Werra-Meißner fiel einstimmig aus gestern Abend: Er schlägt Lothar Quanz und Dieter Franz als K

Werra-Meißner. Der Beschluss des Vorstandes der SPD Werra-Meißner fiel einstimmig aus gestern Abend: Er schlägt Lothar Quanz und Dieter Franz als Kandidaten für die Landtagswahl Ende 2013/Anfang 2014 (ein genauer Wahltermin steht noch nicht fest) vor.

"Wir stehen zu 100 Prozent hinter Quanz und Franz und freuen uns, dass sich die Beiden für eine erneute Kandidatur entschieden haben", so Andreas Nickel, Vorsitzender des SPD-Unterbezirks Werra-Meißner.

Für den 63-jährigen Lothar Quanz, der seit 19 Jahren Landtagsabgeordneter ist, sei es nach eigener Aussage nicht selbstverständlich gewesen, erneut zu kandidieren. Es gebe allerdings gute Gründe wieder im Wahlkreis 9 (Eschwege-Witzenhausen) anzutreten. "Ich bin ein Sportler, siege gerne und will den Wahlkreis zurückerobern", so Quanz.

Wieder Quanz gegen Landau?

2009 hatte er das Direktmandat an seinen CDU-Konkurrenten Dirk Landau verloren und spricht diesbezüglich von einer "schmerzhaften Niederlage".

Sollte Quanz' Kandidatur von den Ortsverbänden unterstützt werden und auf der Delegiertenversammlung per Wahl bestätigt werden, hätten die Bürger somit wieder die Wahl zwischen ihm und Landau, der bereits ankündigte ebenfalls wieder kandidieren zu wollen (der Marktspiegel berichtete bereits).

Großes Ziel von Quanz sei es, nach der Landtagswahl in einer SPD-geführten Regierung mitwirken zu wollen. "Opposition ist Mist sagte einmal Franz Mütefering und damit hat er Recht. Ich will Politik mitgestalten und dafür muss die SPD die Landtagswahl gewinnen", so der Vizepräsident des Hessischen Landtags. Vor allem die Bildungspolitik liege ihm am Herzen. "Wir brauchen neue Perspektiven für junge Menschen", sagt er.

Ermutigt zu einer erneuten Kandidatur hätten ihn auch die vielen positiven Rückmeldungen aus seiner Partei und der Bevölkerung. "Mach weiter Lothar", sei ihm oft gesagt worden.

Franz will finanzielle Situation der Kommunen verbessern

Dieter Franz, der bei der letzten Landtagswahl 2009 miz 41,3 Prozent der Wählerstimmen ein herausragendes Ergebnis erzielte, nennt die hohe Akzeptanz und Anerkennung in seinem Wahlkreis (südlicher Teil Werra-Meißner-Kreis/Altkreis Rotenburg) als Gründe für seine Kandidatur. Der SPD-Unterkreis Rotenburg hatte ihn bereits am Donnerstag zu seinem Kandidaten nominiert. "Ich will mich weiter in Wiesbaden für die Region einsetzen und freue mich über die große Unterstützung hier in der Heimat", sagt der 60-Jährige. Als Beispiele für seine Arbeit nannte er den Einsatz für das Schwalbenthal-Haus auf dem Meißner und für die beiden Kasernen in Sontra und Rotenburg.

Sein politischer Schwerpunkt liege im kommunalpolitischen Bereich. "Wir müssen die Kommunen finanziell anders ausstatten als es momentan der Fall ist und besonders den ländlichen Raum mehr in den Blick nehmen", fordert Franz. Dafür sei nötig, dass die SPD das Zepter in Wiesbaden übernehme. "Wir brauchen keine Vetternwirtschaft, wie sie die Landesregierung zur Zeit vorlebt. Wir wollen Politik wieder glaubwürdig machen - dafür stehen wir", sagt Franz.

Für die beiden Kandidaten der heimischen SPD steht in der nahen Zukunft eine Vorstellungsrunde in den SPD-Ortsverbänden auf dem Programm. Da gilt es für Quanz und Franz eine breite Unterstützung der Basis zu finden, um auf der dann folgenden Delegiertenversammlung ein möglichst gutes Wahlergebnis zu erzielen um gestärkt in den Landtagswahlkampf zu starten.

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