Geteiltes Echo bei Studierendenschaft

Entfernung von Schmidts Wehrmachts-Foto sorgt an Uni für Debatten

Hamburg - Die Entfernung eines Bildes von Altkanzler Helmut Schmidt in Wehrmachtsuniform sorgt an der nach ihm benannten Bundeswehr-Universität in Hamburg für Diskussionen.

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen.

Uni-Präsident Wilfried Seidel kündigte an, mit Studenten-Vertretern zusammenkommen zu wollen, um „Positionen auszutauschen und etwaige Missverständnisse auszuräumen“. Die vom zuständigen Disziplinarvorgesetzten verfügte Entfernung des Fotos habe in der Studierendenschaft ein geteiltes Echo gefunden.

Helmut Schmidt im Frühjahr 1940 als Leutnant der Luftwaffe an einem unbekannen Ort.

Seidel betonte in einem Schreiben an das Verteidigungsministerium: „Es ist mir wichtig, hervorzuheben, dass sich die Universität in keiner Weise von ihrem politischen Gründungsvater und Namenspatron distanziert.“

Im Zuge der Affäre des unter Terrorverdacht stehenden rechtsextremen Oberleutnants Franco A. lässt Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) Kasernen nach Andenken an die Wehrmacht durchsuchen. In diesem Zusammenhang ließ die Bundeswehr-Universität ein Bild des 2015 gestorbenen SPD-Politikers in Wehrmachtsuniform aus dem Flur eines Studentenwohnheims entfernen. 

Das Verteidigungsministerium hatte betont, das Foto hätte nicht unbedingt abgehängt werden müssen.

dpa

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