Erdogan: Russland kämpft in Syrien nicht gegen IS

Putin lehnt Erdogans Bitte um Gespräch ab 

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Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat Wladimir Putin um ein Treffen gebeten.

Istanbul - Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hat Russland erneut vorgeworfen, in Syrien gegen die gemäßigte Opposition und nicht gegen die Terrormiliz IS vorzugehen.

Update: Am späten Freitagabend wurde aus dem Kreml bekannt, dass Wladimir Putin die Bitte von des türkischen Präsidenten Erdogan ablehnt, sich mit ihm zu einem Gespräch zu treffen. Erdogan wollte dieses Gespräch mit dem russischen Präsidenten am Rande des Klimagipfels an diesem Montag in Paris führen.

Erdogan: Russland bombadiert in Syrien die Minderheit der Turkmenen

Sie kämpfen nicht gegen Daesh (IS)“, kritisierte Erdogan in einem am Freitag bereitgestellten Interview mit dem Sender France 24. Vielmehr bombardiere Russland die in der Grenzregion lebende Minderheit der Turkmenen.

Die Türkei versteht sich als Schutzmacht der Turkmenen in Syrien und hatte das Vorgehen gegen die Minderheit mehrfach kritisiert. Zum Abschuss des Kampfjets im russisch-syrischen Grenzgebiet am Dienstag sagte Erdogan: „Wir wollen keine Spannungen mit Russland“. Es sei nun wichtig, einen kühlen Kopf zu bewahren.

Erdogan sagte, er habe Putin „einige Zeit“ nach dem Vorfall angerufen, jedoch keinen Rückruf erhalten. Kremlsprecher Dmitri Peskow bestätigte am Freitag, dass Erdogan seinen Amtskollegen Putin um ein Treffen am Rande des Klimagipfels an diesem Montag in Paris gebeten habe.

Lesen Sie zu diesem Thema auch: Konflikt Russland/Türkei: Wer verfolgt welche Ziele?

Ringen um Anti-IS-Koalition nach Kampfjet-Abschuss

dpa

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