Bundestagswahl 2017

Erststimmen-Vorhersage: Diese Wahlkreise sind noch offen

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Wahlplakate im Süden Vorpommerns - hier gilt die CDU als Favorit auf das Direktmandat

Wer gewinnt in Ihrem Wahlkreis bei der Bundestagswahl das Direktmandat? Wo ist das Rennen um die Erststimmen noch offen? Auch zu dieser Frage gibt es nun eine Vorhersage.

Mannheim/München - Wahlumfragen sind in Bundestagswahl-Jahren eine Art kleiner Fetisch. Alle paar Tage gibt es eine neue Erhebung zum aktuellen Stand der Dinge. So meint die Öffentlichkeit schon lange zu wissen: Die Union wird das Rennen machen, AfD, Linke und FDP kämpfen um den dritten Platz in der Wählergunst.

Wenig Beachtung fand dabei bislang die Frage nach dem Ausgang im Rennen um die Direktmandate. Aus jedem Wahlkreis wird mit den Erststimmen schließlich ein Kandidat direkt in den Bundestag entsandt. Einfluss auf die Sitzverteilung haben diese Ergebnisse nach den jüngsten Reformen zwar nicht mehr. Spannend ist es aber dennoch, welche Politiker die Wahlkreise vertreten werden - und wo der Kampf um die Erststimmen noch völlig offen ist.

Wieso gibt es Erst- und Zweistimmen? In diesem Artikel erklären wir Ihnen, wie Sie den Bundestag wählen.

Nur 44 Wahlkreise noch wirklich offen

Eine Antwort gibt nun eine Vorhersage des Projekts zweitstimme.org. Fünf Sozialwissenschaftler aus Mannheim, Berlin und Zürich versuchen dort nicht nur anhand von Umfragen, sondern auch mithilfe von historischen Daten eine besonders treffende Prognose für die Bundestagswahl zu treffen. Einer der Macher hat auch das sogenannte „Kanzlermodell“ mitentwickelt.

Für die Erststimmen-Ergebnisse erwartet das Portal einen insgesamt recht klaren Ausgang: Für 255 der 299 Wahlkreise sehen sie zumindest eine deutliche Tendenz. Nur in 44 Wahlkreisen sei der Ausgang noch „offen“, meinen sie in ihrer jüngsten Analyse vom Montag.

Union in 217 Wahlkreisen klarer Favorit - AfD ohne echte Chance?

Platzhirsch bei den Erststimmen würde laut zweitstimme.org die Union bleiben: In 217 Wahlkreisen gewinnen der Vorhersage zufolge die Kandidaten CDU oder CSU mit mindestens 65 Prozent Wahrscheinlichkeit. Die SPD hat demnach in 34 Wahlkreisen sehr sehr gute Chancen, die Linke in vier. Die AfD taucht in der Vorhersage als Direktmandat-Gewinner nicht auf.

Der Blick auf die Wahlkreis-Karte zeigt auch: In Bayern und Baden-Württemberg ist die SPD fast überall chancenlos. Nur in München, Nürnberg, Karlsruhe, Heidelberg und Mannheim scheint der Ausgang noch nicht in allen Wahlkreisen völlig sicher.

Im Rest der Republik gibt es noch um umkämpfte Wahlkreise

Aufpassen sollten hingegen Wähler in Brandenburg, Berlin, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, NRW und im Saarland. Dort findet sich das Gros der 44 „offenen“ Wahlkreise - jede Stimme könnte am Wahlabend über die Entscheidung bei den Direktkandidaten entscheiden.

Hier finden Sie am Wahlabend die erste Prognose - und später die Ergebnisse aus allen 299 Wahlkreisen.

Einen wichtigen Hinweis für Briefwähler finden Sie in diesem Artikel.

fn

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