Eschwege: Verbale Breitseiten wegen städtischem Wald

Fuhren schweres Geschuetz gegen den politischen Gegner auf beim Thema "Staedtischer Wald": (v.li.) Manfred Lister (FDP), Alexander Feiertag (SPD) und Stefan Schneider (CDU). Fotomontage: Zugehoer
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Fuhren schweres Geschuetz gegen den politischen Gegner auf beim Thema "Staedtischer Wald": (v.li.) Manfred Lister (FDP), Alexander Feiertag (SPD) und Stefan Schneider (CDU). Fotomontage: Zugehoer

Eschwege. Soll die Stadt Eschwege Wald verkaufen oder nicht? Darüber streiten sich die Parteien der Kreisstadt. Geht es nach dem CDU-Fraktionsvorsitz

Eschwege. Soll die Stadt Eschwege Wald verkaufen oder nicht? Darüber streiten sich die Parteien der Kreisstadt. Geht es nach dem CDU-Fraktionsvorsitzenden Stefan Schneider und dem Eschweger FDP-Chef Manfred Lister stellt sich die Frage überhaupt nicht, denn nach ihrer Ansicht könne die Stadt 500.000 Euro mit dem Verkauf von Teilgebieten des Waldes erzielen. Geld, dass nach Meinung von Schneider und Lister dem städtischen Haushalt gut zu Gesicht stehen würde.

Da die Mehrheitskoalition von rot/grün einen Verkauf aber ablehne, fahren beide schweres, verbales Geschütz auf: "Die SPD und Bündnis90/Die Grünen müssen sich in diesem Zusammenhang den Vorwurf gefallen lassen, das Image Eschweges nachhaltig zu schädigen. Ein teures Gutachten zu erstellen, dann ein Bieterverfahren zu eröffnen und dieses trotz positiver Ergebnisse zu stoppen, weil der Wald sowieso nicht verkauft werden sollte – das gleicht einer Pose", so Lister.

Und Schneider sagt: "Wir hätten die Chance gehabt, kleinere Waldflächen, die in den kommenden dreißig Jahren keinerlei Ertrag bringen, zu extrem guten Konditionen zu verkaufen, wie es im Haushaltskonsolidierungskonzept beschlossen worden ist. Am Dienstag bei der Sitzung des Bau- und Planungsausschusses mussten wir dann erleben, dass das Gutachten, die viele Arbeit in der Verwaltung und das Bieterverfahren umsonst waren, weil Rot-Grün aus Prinzip keinen Wald verkaufen wolle. Somit ist nicht nur der Verkaufserlös von fast 500.000 € futsch, auch die Planungskosten hätte man sich sparen können."

Rot-Grün lasse Stadtkämmerer Reiner Brill im Regen stehen und habe sich offensichtlich vom Ziel der Haushaltskonsolidierung verabschiedet.

Komplett anders sehen das SPD und Grüne. SPD-Chef Alexander Feiertag nennt die verbalen Breitseiten der Opposition "werbewirksames Geklapper", denn so Feiertag: "Der Verkauf der Waldgrundstücke verbessert den Haushalt nicht. Die Grundstücke sind in der Bilanz als Vermögen erfasst und somit bereits positiver Bestandteil des Haushaltes. Werden die Waldgrundstücke verkauft, wird dieses nicht bare Vermögen in Geld umgewandelt. Es handelt sich hierbei unter dem Strich für den Haushalt um ein Nullsummenspiel."

SPD und Grüne kämen daher zu dem einzig logischen Schluss, dass das Thema Waldverkauf zur Haushaltskonsolidierung faktisch derzeit keinen Beitrag leisten könne. "Deshalb lehnen wir Heppes Magistratsvorlage ab", so Feiertag.

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