Polizei greift durch

Massenschlägerei: Arabische Großfamilien gehen nach Urteil aufeinander los

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In Essen haben sich verfeindete Großfamilien während eines Urteils eine wüste Schlägerei geliefert. 

In Essen ist es während einer Urteilsverkündung zu einer gewaltsamen Situation gekommen. Zwei verfeindete arabische Großfamilien gingen aufeinander los. 

  • Während der Verkündung eines Urteils ist es in Essen zu einer körperlichen Auseinandersetzung gekommen.
  • Zwei verfeindete arabische Großfamilien gingen aufeinander los. 
  • Die Polizei musste hart durchgreifen. 

Essen – Ausnahmezustand im Gerichtssaal: Am Donnerstag (16.01.2020) ist in Essen der Prozess um eine Racheaktion unter arabischen Großfamilien zu Ende gegangen. Kaum wurde das Urteil verkündet, gingen Zuschauer im Saal aufeinander los. 

Essen: Arabische Großfamilien werden handgreiflich

Was folgten, waren Beleidigungen und Rangeleien. Die im Saal befindlichen Polizisten und Wachleute mussten hart durchgreifen. Ein Mann wurde in Handschellen aus dem Saal begleitet, andere mussten mit Gewalt zu Boden gebracht werden. Zwei Angeklagte, die im Sitzungssaal aneinander geraten waren, begannen die Schlägerei, wie „RTL“ in Form eines Videos berichtet

Der Prozess stand bereits von Anfang an unter starken Sicherheitsvorkehrungen. Die Polizei unterstütze die Justiz im Gericht und kontrollierte auch die Zufahrtsstraßen während des Prozessauftakts im Dezember. Anreisende mutmaßlicher Angehöriger wurden auf Waffen kontrolliert. 

Video: Schlägerei im Clan-Milieu: Ein Verletzter, zwei Festnahmen

Neues vom Fall Lügde: Der Prozess gegen die mutmaßlichen Täter geht in die Schlussphase, die Beweisaufnahme wird geschlossen - besteht ein Zusammenhang zwischen den Fällen?

Essen: Acht Männer traten auf Opfer ein - aus Rache 

Kurz zuvor sollen acht junge Männer im Alter von 16 bis 21 Jahren vom Gericht wegen gefährlicher Körperverletzung zu Jugendhaftstrafen von bis zu drei Jahren und drei Monaten verurteilt worden. Die Männer sollen den Spross eines Oberhaupts einer verfeindeten Großfamilie im Juni auf einem Schulhof in Essen heimgesucht und brutal zusammengetreten haben. Das Opfer musste damals auf der Intensivstation behandelt werden.

„Ich habe nicht nachgedacht“, sagte einer der Angeklagten beim Prozessauftakt im Dezember. „Das war ein Fehler.“ Hintergrund der Tat war angeblich Rache. „Mir wurde gesagt, es gehe um ein Mädchen“, sagte ein anderer Angeklagter. Details habe er nicht gekannt. 

Wann ist ein von der Polizei identifizierter „Gefährder“ wirklich gefährlich? Ein Gerichtsurteil setzt enge Grenzen. Ein mutmaßlicher Islamist bleibt unterdessen auf freiem Fuß.

marv mit dpa 

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