Hilfskräfte haben Rebellengebiete erreicht

Evakuierung Aleppos gestartet: Erste Verwundete verlassen die Stadt

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Busse warten darauf, Rebellen und Zivilisten aus den Rebellengebieten in Aleppo zu bringen.

Aleppo  -Zehntausende Rebellen und Zivilisten sollen aus Ost-Aleppo evakuiert werden. Hilfskräfte haben die Rebellengebiete erstmals mit Krankenwagen und Bussen erreicht.

Die ersten Verwundeten und Zivilisten sind aus den verbliebenen Rebellengebieten der umkämpften syrischen Stadt Aleppo gebracht worden. Eine Sprecherin des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) sagte der Deutschen Presse-Agentur, dass 13 Krankenwagen und 20 Busse den Osten Aleppos verlassen hätten. Livebilder des pro-syrischen Fernsehsenders Al-Mayadeen zeigten eine Kolonne mit grünen Bussen und Krankenwagen, die die Rebellengebiete verließen.

Korridor zur Evakuierung eingerichtet

Auch konkrete Vorbereitungen zum Abzug von Kämpfern und Zivilisten hätten begonnen. Etwa 20 Busse seien aus den vom Regime kontrollierten Gebieten aufgebrochen, um die ersten Menschen aus Rebellengebieten herauszuholen, hieß es aus syrischen Militärkreisen. Nach Angaben des russischen Generalstabs haben rund 5000 Kämpfer und ihre Angehörigen damit begonnen, Aleppo zu verlassen. Der dafür eingerichtete Korridor sei 21 Kilometer lang, sagte Generalstabschef Waleri Gerassimow der Agentur Interfax zufolge.

Verwundete und Kranke werden zuerst abtransportiert

„Als erstes werden die Verwundeten, die Kranken und dann die Aktivisten und Journalisten abtransportiert“, sagte Fares al-Schehabi, ein Abgeordneter des syrischen Parlaments. Anschließend würden die „Terroristen“ folgen. Mit diesem Begriff bezeichnet das Regime des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad alle Aufständischen. Der Politiker sagte weiter, die Aufständischen würden in die südwestlich von Aleppo gelegene Provinz Idlib gebracht. Diese Region steht größtenteils unter Kontrolle der Opposition.

Insgesamt sollten am Donnerstag bereits rund 15.000 Menschen aus den Rebellengebieten abtransportiert werden, wie die dpa aus syrischen Militärkreisen erfuhr. Neben 5000 Kämpfern soll es sich demnach um deren Angehörige und um Zivilisten handeln, die sich noch in den eingeschlossenen Gebieten aufhalten.

Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte berichtete am Donnerstag, dass Aufständische vor dem Start der Evakuierungsmission damit begonnen hätten, ihre Hauptquartiere, Fahrzeuge und Waffen zu zerstören. Fernsehbilder zeigten vereinzelt Rauchsäulen über den Rebellengebieten.

dpa

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